Weltweite Proteste
Muslimen-Rat will Schmähvideo verbieten

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland will das im Internet kursierende Schmähvideo in der Bundesrepublik verbieten lassen. Dazu sollten seiner Meinung nach alle rechtlichen Mittel genutzt werden.
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HamburgDer Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat sich für ein Verbot eines in den USA produzierten islamfeindlichen Films in der Bundesrepublik ausgesprochen. „Ich denke schon, dass wir alle rechtlichen Mittel ausschöpfen müssen“, sagte Mazyek am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“ auf eine entsprechende Frage. Das Video, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird, habe zum Ziel, „Zwietracht und Hass zu säen“. „Das möchte ich natürlich mit allen Mitteln verhindern“, sagte Mazyek.

Zu den teils gewalttätigen Protesten in der muslimischen Welt sagte der Zentralratschef, diese seien auf „eine Minderheit“ zurückzuführen. „Das ist nicht das, was der Islam erfordert“, sagte Mazyek. Den Muslimen in Deutschland riet er, „Ruhe zu bewahren“, damit Rechtsextreme das „Hassvideo“ nicht „instrumentalisieren“ könnten. Der Film habe „mit Meinungsfreiheit nichts zu tun“. Er lege es darauf an, „die Würde der Religionsanhänger zu verletzen“.

Das Video „Die Unschuld der Muslime“ sorgt seit Tagen für Demonstrationen und gewaltsame Ausschreitungen in zahlreichen muslimischen Ländern. In Libyen wurde der US-Botschafter getötet, im Sudan die deutsche Botschaft angezündet. In Deutschland kündigte die rechtspopulistische Gruppierung „Pro Deutschland“ an, den Film in voller Länge in Berlin zeigen zu wollen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will eine solche Vorführung verhindern.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Ich bin eher für das Verbot des Islam in Europa. Und erst recht für ein Verbot des Muslim-Rates!
    Der Islam hat in ganz Europa nichts zu suchen.

  • Was die Gefährdung freiheitlicher Grundwerte anbelangt, sind fanatische Moslems die Nazis unserer Zeit!
    Sobald etwas in der Welt ist und darüber kontrovers gestritten wird, sollte man es auch gesehen haben, bevor man sich eine Meinung bildet.
    Ferner muss man nach solch einem Schund in den Weitern des Internets schon lange suchen! Von alleine sind die Leute auf der Straße darauf sicherlich nicht aufmerksam geworden!
    Anderenfalls Hut ab für dieses erfolgreiche Marketingkonzept der Islamhasser! So viel Verstand hätte ich ihnen nach dem Inhalt ihres Machwerkes garnicht zugetraut!
    Meiner Ansicht nach ist es nicht ein Film oder eine Karikatur über die wir uns Sorgen machen sollten, sondern über die radikalen undemokratischen Reaktionen auf dieses Zeugs! Kritik, in welcher Form und wie schwachsinnig auch immer, gehört zu unserem freiheitlichen System!
    Was wäre aus dem Karneval geworden, wenn die Franzosen seiner Zeit so hart mit den Narren ins Gericht gegangen wären?
    Toleranz ist keine Einbahnstrasse!
    In diesem Sinne Einigkeit, Recht und FREIHEIT!

  • Der Tag, an dem ich noch an der Wurstbude wegen des Verzehrs einer guten "Bratcurry" (Schweinefleisch ist Haram)zum Verhör abgeführt werde weil ich mit meinem Anblick einen Mohamedaner beleidigt habe, ist zumindest in NRW, Berlin, Bremen und Hamburg nicht mehr fern.

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