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20.06.2007 
Krankenversicherung

Wenig Rückkehrer bei Privatkassen

Nach dem In-Kraft-Treten der Gesundheitsreform gibt es bei den privaten Krankenkassen bislang nur wenige Aufnahmeanträge von Nichtversicherten. Für die Versicherten heißt das, dass die Beiträge wohl stabil bleiben. Auch bei den gesetzlichen Kassen bliebt der Ansturm der Rückkehrer unter den Erwartungen.

Nur rund 15000 Rückkehrer gibt es bei den gesetzlichen Kassen. Foto: apLupe

Nur rund 15000 Rückkehrer gibt es bei den gesetzlichen Kassen. Foto: ap

HB BERLIN. Bislang seien nur knapp 2 200 Anfragen von Nichtversicherten eingegangen, sagte der Vorsitzende des Verbandes der privaten Krankenversicherung, Reinhold Schulte, am Mittwoch in Berlin. „Wenn es bei diesen Zahlen bleiben sollte, wird das keine Betragserhöhungen nach sich ziehen.“ Auch bei den gesetzlichen Krankenkassen gebe es Medienberichten zufolge bislang nur rund 15 000 Rückkehrer, sagte Schulte. Damit liege die Zahl deutlich unter den vom Bundesgesundheitsministerium geschätzten 300 000 Nichtversicherten.

Mit der im April in Kraft getretenen Gesundheitsreform war eine Versicherungspflicht eingeführt worden. Private und gesetzliche Kassen müssen Nichtversicherte aufnehmen. Bei den Gesetzlichen gilt diese seit dem 1. April, bei den Privaten von 2009 an. Ehemals Privatversicherte erhalten aber bereits zum 1. Juli 2007 an ein Rückkehrrecht. Sie müssen von den Privatkassen im so genannten Standardtarif aufgenommen werden.

Scharfe Kritik äußerte Schulte am vorgesehen Basistarif privater Krankenkassen. Die Privatkassen müssen vom 1. Januar 2009 an einen solchen Tarif anbieten, der im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu entsprechen hat. Erneut kündigte der Verband dagegen eine Verfassungsklage an. „Es kann nicht sein, dass wir einen Tarif wie die GKV anbieten müssen, aber nicht die gleichen Vorteile haben“, sagte Schulte. Dazu zählten vor allem Rabatte für Arzneimittel.

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