Wenig Zuspruch
Deutsche gegen Westerwelle als Außenminister

Für die FDP stand bereits vor Aufnahme der Koalitionsverhandlungen fest: Das Außenministerium werde man in jedem Fall beanspruchen. Und zwar für Guido Westerwelle. Doch mit seinen Ambitionen auf Übernahme des Auswärtigen Amts stößt der FDP-Vorsitzende auf wenig Rückhalt in der Bevölkerung.
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HB HAMBURG. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für den „Stern“ wünschen ihn sich nur 28 Prozent als Bundesaußenminister. Dagegen äußerten 46 Prozent der 1 001 Befragten die Meinung, er solle besser ein anderes Ressort übernehmen, zum Beispiel das Wirtschafts- oder das Bildungsministerium.

Bei den Anhängern der FDP war dieser Wunsch sogar noch ausgeprägter: Von ihnen sähen mit 53 Prozent sogar mehr als die Hälfte Westerwelle lieber in einem anderen Ministerium als dem Auswärtigen Amt.

Die FDP reklamiert das Außenministerium für sich. FDP-Vizechef Andreas Pinkwart sagte vor Aufnahme der Verhandlungen: „Gesetzt sind Angela Merkel als Bundeskanzlerin und Bundesaußenminister Guido Westerwelle als Vizekanzler.“ Davon abgesehen gelte „Inhalt vor Ressortzuschnitt und Personalien“.

Pinkwart kündigte der Union harte Gespräche an. „Wir wollen einen echten Neuanfang für Deutschland und dafür muss man schon hart verhandeln“, sagte er im ZDF.

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