Wenige Gemeinsamkeiten

Piraten gehen auf Tuchfühlung mit Linken

Piratenvorstand Schlömer und Linksparteichefin Kipping haben auf einer Podiumsdiskussion Gemeinsamkeiten gesucht. Doch die Piraten sehen sich eher pragmatisch und sperren sich gegen eine linke Ideologie.
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Die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, und Pirat Bernd Schlömer sind politisch weiter voneinander entfernt. Quelle: dpa

Die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, und Pirat Bernd Schlömer sind politisch weiter voneinander entfernt.

(Foto: dpa)

Berlin"Update oder neues Betriebssystem" – unter diesem Motto hatten am Donnerstagabend Piratenvorstand Bernd Schlömer die Linksparteichefin Katja Kipping zur Podiumsdiskussion in Berlin geladen. Man wollte fernab der üblichen Gehässigkeiten der politischen Bühne in einer „konstruktive Auseinandersetzung“ Gemeinsamkeiten eruieren und sich beschnuppern.

Doch der ursprüngliche Plan der Piraten wurde von Kipping durchkreuzt. Schon wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung polterte die Linken-Chefin in einem Zeitungs-Interview, dass den Piraten von heute das Freibeuter-Gen ihrer historischen Namensvetter fehle. Wer keine höhere Reichensteuer wolle, so Kipping, könne auch keinen Politikwechsel finanzieren. Und nach diesem Schema versuchte die Linken-Chefin später auch, sich an den Piraten abzuarbeiten.

Eingangs versuchte Kipping dabei noch den Chefpiraten zu umschmeicheln, so sehe sie bei den Piraten "vieles, was sympathisch ist", sagte sie. Als Beispiele nannte sie die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr und mehr direkter Demokratie. Vor allem aber das bedingungslose Grundeinkommen hat es der Linken-Politikerin angetan. Allein die Umsetzung und verwies einmal mehr auf das, auf die Einführung einer Reichensteuer.

Und an diesem Punkt war dann auch Schluss mit den Gemeinsamkeiten zwischen Piraten und Linken: Schlömer ließ die Linken-Politikerin recht deutlich wissen, dass ihr Herzanliegen mit den Zielen der Piraten nur schwer vereinbar sein dürften: "Ich glaube, dass wir nicht immer mit neuen Forderungen nach neuen Steuerarten die Diskussion anheizen sollten." Stattdessen votierte der Pirat für „klares, einfaches und gerechtes Steuersystem.“ Das klang hübsch, war Moderator Augstein aber zu nebulös beschrieben. Also legte Schlömer nach und ließ durchblicken, dass das System, das ihm vorschwebe, wohl „eher“ Richtung Paul Kirchhof gehe.

Während für Schlömer der CDU-nahe Steuerrechtler Vorbild sein mag, ist er für Kipping eher ein Feindbild. Für einen kurzen Augenblick wirkte sie wie in den Schockzustand versetzt. Nur langsam erholte sie sich wieder: "Das finde ich jetzt schon ein Problem." Und legte erneut nach, immer in der Hoffnung, Schlömer doch noch zu einer versöhnlichen Aussage zur Reichensteuer zu bewegen zu können: "Die Frage ist doch: Seid ihr bereit für eine Umverteilung von oben nach unten?" Das war Schlömer offensichtlich nicht, er zog es vor zu schweigen.

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7 Kommentare zu "Wenige Gemeinsamkeiten: Piraten gehen auf Tuchfühlung mit der Linken"

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  • Update oder neues Betriebssystem" – unter diesem Motto hatten am Donnerstagabend Piratenvorstand Bernd Schlömer die Linksparteichefin Katja Kipping zur Podiumsdiskussion in Berlin geladen.

    Piraten etwas nach links „verrücken“? Aber das wurde durch vieles Schweigen nicht klar wohin der Piratenchef nun eigentlich wollte, wenn es u.a. heißt:

    Seid ihr bereit für eine Umverteilung von oben nach unten?" Das war Schlömer offensichtlich nicht, er zog es vor zu schweigen….. Sie (Linksparteichefin) hoffe doch sehr, dass sich die Piraten ins linke Spektrum eingruppieren würden. Schlömer gab sich ungerührt: "Ich werde mich jetzt hier nicht verleiten lassen und Gemeinsamkeiten suchen"(Zitat)

    Ja- was wollte der Piratenvorstand aber denn? „Man wollte fernab der üblichen Gehässigkeiten der politischen Bühne in einer „konstruktive Auseinandersetzung“ Gemeinsamkeiten eruieren und sich beschnuppern.“ Es heißt zwar „Schweigen ist Gold“ – aber ob „Gold“ dabei herausgekommen ist, bleibt fraglich.

  • Hoffenlich lasssen sich die Piraten nicht dazu verleiten sich wie die anderen Pareiten in eine bestimmte Richtung zu drängen. Eine pragmtische, situative Ausrichtung ist notwendig, Dann haben sie eine gute Chance sich zu etablieren. Von Verdummung der Bevölkerung durch die sogenannten etablierten Parteien und der Unfähigkeit mit dem Geld auszukommen das man hat und nicht immer mehr für den Staat verlangen, haben mindestens die Steuerzahler die Schnautz voll.

  • dass das System, das ihm vorschwebe, wohl „eher“ Richtung Paul Kirchhof gehe.
    Seid ihr bereit für eine Umverteilung von oben nach unten?" Das war Schlömer offensichtlich nicht, er zog es vor zu schweigen.
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    Die Piraten haben gar keinen Kurs..

    Die klauben sich ihre Meinung wie an der Wursttheke
    zusammen..ein bißchen von hier,drei Scheiben von da
    und ansonsten "schwebt" dem Schlömer eher was vor..
    Die sind der allerhöchstens die irrlichternden fliegenden Holländer der Meere..Eine Geistercrew die im Nebel
    stochert.

  • Die LINKE ist völlig out. Diese Marxsche Theorie - es ist nur eine Theorie, nicht die Wahrheit! - hat an der Realität völlig versagt. Dagegen stemmen sich die LINKE mit Wahrnehmungsverzerrung, hohlen Phrasen und blasierten Konstruktionen.
    Kritik am aktuellen System ist allerdings richtig und notwendig. Besonders die Piraten fordere ich auf, sich mal mit den Gedanken der Österreichischen Schule der Nationalökonomie zu beschäftigen - da werden sie fündig.
    Schade, daß die Wagenknecht der LINKE gegenüber so loyal ist - die Dame kann denken, bleibt aber bei Marx hängen. Auch sie wäre eine geeignete Protagonistin der Austrians! Und könnte damit sogar eine neue Partei gründen, die den ganzen schweratmigen und verstaubten linken Ballast endlich abwirft!
    Dann allerdings kämen die Blockparteien SPDFDPGRÜNECDU ganz schön ins Schwitzen!

  • Die Strukturen sind im Augenblick noch zu sehr von linksextremer Ideologie geprägt, so das diese Repräsentantin der LINKEN längst Vergangenheit ist. Sarah Wagenknecht hingegen scheint volkswirtschaftlich über den Tellerrande sehen zu können und mag nach "Feinschliff" eine prägnante Vordenkerin werden.
    Die Geschmeidigkeit ist ihr in die Wiege gelegt; auch wenn sie strategisch dies im Augenblick kategorisch dementieren würde.

  • Piraten, verraten ! Sind sowieso linke Ableger !

  • Diese Kipping war ohnehin die schlechteste Wahl die die Linke getroffen hat.
    Mit diesem linken Mäuschen kommen die nicht wieder nach oben

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