Weniger als 848 Euro

Immer mehr Deutsche von Armut bedroht

Die Gefahr, zu verarmen ist im letzten Jahr gestiegen. Besonders gefährdet sind Haushalte in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die mit weniger als 848 Euro pro Monat auskommen müssen
7 Kommentare
Bedürftige stehen am Stand der Münchner Tafel. Quelle: dpa

Bedürftige stehen am Stand der Münchner Tafel.

(Foto: dpa)

Die Gefahr, in die Armut abzurutschen, ist im vergangenen Jahr in den meisten Bundesländern gestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Die höchste Armutsgefährdung wiesen demnach Bremen mit einer Quote von 22,3 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 22,2 Prozent auf. Baden-Württemberg hatte mit 11,2 Prozent die geringste Quote vor Bayern mit 11,3 Prozent. „Die Armutsgefährdung der Menschen lag im Jahr 2011 in den meisten Bundesländern über dem Niveau des Jahres 2010“, berichtete das Bundesamt. „Auch im Ost- und Westvergleich gibt es weiterhin deutliche Unterschiede bei den Armutsgefährdungsquoten.“ Laut einer EU-Definition gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen müssen. Das waren in Deutschland 2011 Einpersonen-Haushalte mit weniger als 848 Euro.


  • dpa
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7 Kommentare zu "Weniger als 848 Euro : Immer mehr Deutsche von Armut bedroht"

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  • keeper
    das sehe ich auch so.
    Was hat man denn vor Jahren gemacht?
    Deutsche Firmen haben hier abgebaut und sind in Billigländer gegangen. Es fielen vielfach die Arbeitsplärze der einfachen Leute weg.
    Unterstützt wurde das auch noch von unserer Politik. Firmen konnten ihren Abbau hier steuerlich geltend machen.
    Das alles bezeichnete man dann als Globalisierung. Nein, es war Gier.
    Heute beutet man die Menschen in der 3. Welt aus mit Dumpinglöhnen. Die Gewinne durch das billige Produzieren stecken sich die Unternehmen in die Tasche. Auch Konzerne mit Designerklamotten geben ja das billige Produzieren nicht an uns Kunden weiter.
    Der Reichtum einiger weniger bei uns in den letzten 20 Jahren kommt ja nicht von ungefähr
    Wir müssen endlich die Gier beenden und das können nur wir Bürger.
    Aber so lange es so viele Suppenküchen und Tafeln gibt, geht das Volk nicht auf die Straße
    So gut gemeint diese Einrichtungen sind, sie sind kontraproduktiv

  • gestern auf ARTE-tv

    EMPÖRT EUCH !!!
    http://www.arte.tv/de/empoert-euch/6272020.html

    und hier liegen die MILLIARDEN PROFITE aus der KRISE und dem Leid der Menschen http://videos.arte.tv/de/videos/goldman-sachs-eine-bank-lenkt-die-welt--6894428.html


  • noch ein paar gedanken zu "keeper"... ich denke an beides: sicherlich verteilt sich das BIP auf weniger menschen als das bsp.weise in den 70 er jahren (vor den neoliberalen der 80 er) der fall war, die schere zw. arm und reich wird immer grösser, etc.
    trotzdem stelle ich fest, dass im allgemeinen eine anspruchshaltung besteht, die sich die gesellschaft(respektive der planet)einfach nicht längr leisten kann. vermutlich klingt das jetzt wie "alter sack", aber..:
    was spricht eigentlich dagegen im winter mal einen pullover anzuziehen um heizkosten zu sparen und nur 3 minuten zu duschen anstatt 15 ? oder, zumindest in der stadt, schlicht und einfach alles mit dem rad zu fahren, ggfs. im büro umzuziehen.....oder zu 90 % auf fleisch zu verzichten?.(ratio 1:7 im energieverbracuh im gegensatz zu vegetarischem essen).. es gibt so viele dinge, die einfach umzusetzen sind, spass machen können und der umwelt- bzw. lebensqaualität zu gute kommen. wieso sagt eigentlich nicht mal jemand, dass wir grundsätzlch genug an materiellem wohlstand haben, in einem der reichsten länder auf diesem planeten leben und durch eine konsequent gerechte verteilung auch die eingangs erwähnte altersarmut problemlos vermeidbar wäre? es scheint opportuner und schicker zu sein, die gier nach immer mehr Geld/Besitztum zu dokumentieren, statt einfach mal zu sagen....es reicht..bzgl. der (alters-) armut glaube ich nicht an ein monetäres/fiskalisches problem, wie uns u.a. vor tagen die politik zu drohen versuchte, sondern es sollte andere werte wie respekt/miteinander/soziale verantwortung anstelle von gier/ichbezogenheit und dem immer schrilleren schrei nach wachstum treten. also....ein schritt "zurück" sind manchal 2 nach vorne.in diesem sinne auf eine positive zukunft.

  • Was für ein Quatschkommentar.

    Die Wirtschaft wächst, es wird von Jahr zu Jahr immer noch mehr erwirtschaftet.

    ... es verteilt sich nur auf immer weniger Menschen.

    Als "Ausgleich" wird dann mittels Kredit die Nachfrage finanziert - wodurch im Endeffekt durch die Zinserträge immer noch mehr von "unten" nach "oben" umverteilt wird.

    Daß das System so nicht funktionieren kann, müsste mittlerweile eigentlich jeder begriffen haben.

    Eine "Umverteilung" zur Nachfragefinanzierung über Kredit endet in der Überschuldung.
    Ursache: Ungleichverteilung.

  • ja, rangedoc! vollkommen richtig. Ich will nicht über die heutige Jugend schimpfen, aber zu "meiner Zeit" Anfang der Siebziger hätte man sich sowas als AZUBI nicht leisten dürfen! Die Jugend macht es sich verdammt einfach. Aber es ist noch lange nicht aller Tage Abend. Vielleicht "müssen" bald unsere Jugendlichen als "GASTARBEITER" ins Ausland zum Arbeiten. Das Leb en besteht nicht nur aus FUN - das haben die meisten noch immer nicht kapiert!

  • sehe ich genauso.....das ist in kurzfassung die entwicklung der letzten jahre,.wenn schon 22 jährige, wie kürzlich in meinem bekanntenkreis, davon davon faseln, dass sie "Anrecht auf Sozialleistungen" hätten, nur weil sie mal ein paar tage in den semesterferien sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, dann haben sich offensichtlich grundlegende werte verschoben. vielleicht sollte man einfach mal darüber nachdenken, dass arbeit auch spass machen kann, aber manchmal eben nicht nur angenehm ist.....viele haben verlernt sich mal richtig anzustrengen....ich ich spreche nicht von denjenigen, die nach 25 jhren betriebszugehörigkeit mit 1100,. € netto bezhalt werden und trotzdem keine transferleistungen beziehen möchten

  • Liebe Leute, das ist doch die ganz normale Folge unserer Wirtschafts- und Sozialpolitik. Immer weniger von uns arbeiten, immer mehr wollen - zu recht oder unrecht - nur vom System profitieren. Das kann nicht gut gehen. Die Kosten des Systems bewirken, dass wir uns eine Arbeitsleistung in Deutschland nicht mehr leisten können, weil keiner diese hohen Kosten bezahlen kann oder will. Also wandert die Produktion ab und bei uns wird letztendlich nicht mehr genug produziert - und verdient. Ein parasitäres System frisst sich so selbst auf ... und bei denen, die unten stehen, bemerkt man das zuerst !

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