Wert 43 Milliarden Euro
Stichwort: Die Goldreserven der Bundesbank

Die Bundesbank verfügt mit 3430 Tonnen Gold nach den USA über die wohl zweitgrößten Reserven der Welt. Nachdem der Goldpreis den höchsten Stand seit 18 Jahren erreicht hat, beziffert die Bundesbank den Wert ihres Goldes auf 43 Milliarden Euro.

HB FRANKFURT AM MAIN. Die 12,5-Kilo-Barren sind Zentralbanken und Verarbeitern vorbehalten. Ein Großteil der rund 275 000 Barren wird im Ausland gelagert. Genaue Angaben macht die Bundesbank aus Sicherheitsgründen nicht. Experten vermuten, dass die meisten bei der US-Notenbank FED in New York verwahrt werden.

Die Reserven stammen aus der Zeit des Wirtschaftswunders der 50er und 60er Jahre und Exportüberschüssen. In den letzten 30 Jahren ist der Vorrat kaum geschmolzen.

Die Bundesbank verwaltet die Währungsreserven der Bundesrepublik. Sie entscheidet, ob, wann und wie sie Gold verkauft. Die Gewinne fließen nach dem Bundesbankgesetz an den Bund. Ein Großteil geht in den Haushalt, der Rest in den Schuldenabbau. Völlig frei ist die Bundesbank jedoch nicht. So müssen ab einer bestimmten Summe dienationalen Zentralbanken mit Währungsreserven eine Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) einholen, wie bei anderen Transaktionen auch.

2004 hat die Bundesbank nach eigegen Angaben nur winzige Teile ihrer Goldbestände verkauft und sich damit gegen Begehrlichkeiten der Politik zur Wehr gesetzt. Nur acht Tonnen Gold würden veräußert, hieß es Ende 2004. Erlaubt wären laut dem aktuellen internationalem Goldabkommen allerdings bis zu 120 Tonnen jährlich. Die acht Tonnen waren für das Goldmünzprogramm des Finanzministeriums bestimmt.

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