Wettbewerbshilfen: Wirtschaftsministerium beklagt Tatenlosigkeit Athens

Wettbewerbshilfen
Wirtschaftsministerium beklagt Tatenlosigkeit Athens

Laut dem Bundeswirtschaftsministerium ist ein Wachstumsprogramm für Griechenland mit deutscher Unterstützung gescheitert. Die Umsetzung sei unzureichend, das Verhalten Athens „nicht akzeptabel“.
  • 19

Berlin/MünchenDas Bundeswirtschaftsministerium hat laut einem Pressebericht die bisherigen Bemühungen um eine Wachstumsoffensive für Griechenland in einer ersten Analyse für gescheitert erklärt. „Eine vorläufige Bilanz des deutschen Unterstützungsangebots fällt ernüchternd aus“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ/Mittwoch) aus einem Arbeitspapier, das der Zeitung vorliege. „Die Umsetzung auf griechischer Seite ist nach wie vor unzureichend.“ Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) war im Oktober des vergangenen Jahres mit einer Delegation deutscher Unternehmer nach Athen gefahren und hatte dort mit der griechischen Regierung eine Zusammenarbeit bei der Wirtschaftsförderung vereinbart.

Neben den Sparanstrengungen sollte in zahlreichen Punkten die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gestärkt werden. Doch habe die Regierung in Athen nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums kein großes Interesse an einem solchen Ansatz: „Auf griechischer Seite genießt die Umsetzung offenbar keine Priorität. Das ist aus deutscher Sicht nicht akzeptabel“, zitiert die Zeitung weiter.

Da in Griechenland faktisch eine Kreditklemme herrsche, hatte Rösler seinen Gesprächspartnern in Athen angeboten, beim Aufbau einer Förderbank für den Mittelstand zu helfen. Vorbild sollte die KfW-Bankengruppe sein. Laut Arbeitspapier des Wirtschaftsministerium gab es zuletzt im Dezember Gespräche. Doch die verliefen schleppend, wie die KfW Röslers Beamten berichtete. Der ursprünglich zuständige Chefvolkswirt des griechischen Wirtschaftsministeriums wurde von dem Projekt abgezogen. „Verantwortlichkeiten und Zielvorstellungen der griechischen Seite sind unklar“, heißt es laut „SZ“ in dem Arbeitspapier.

Auch die von der griechischen Seite zugesagte Lösung von Fällen, in denen der griechische Staat deutschen Unternehmen noch Geld schuldet, liesse zu wünschen übrig. „Die überwiegende Anzahl der wiederholt vorgetragenen Altfälle sind nach wie vor nicht gelöst“, heißt es in dem Arbeitspapier. Dies hemme die Bereitschaft anderer deutscher Unternehmen, in Griechenland zu investieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wettbewerbshilfen: Wirtschaftsministerium beklagt Tatenlosigkeit Athens"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ich kann ja all die bitter-süßen Kommentare wirklich gut verstehen. Mir geht es auch nicht anders. Aber zwischendurch möchte man auch mal lachen. Das hier wurde mir zugemailt – den Urheber kenne ich leider nicht, sonst hätte ich ihn genannt:


    Deutscher rettet Griechenland
    Kommt ein deutscher Tourist in ein griechisches Hotel, legt einen 100
    Euro Schein auf die Theke und bittet um einige Zimmerschlüssel, damit er
    mal nachschauen könne, ob ihm die Zimmer gefallen würden. Die 100 Euro
    seien als Sicherheit.
    Der Hotelier gibt ihm alle Schlüssel, da er keinen einzigen Gast hat.
    Als der Gast verschwunden ist um sich die Zimmer anzusehen, rennt der
    Wirt zum Metzger und gibt dem die 100 Euro und sagt, dass damit seine
    offen stehenden Rechnungen ja wohl bezahlt seien. Er rennt zurück in
    sein Hotel.
    Der Metzger läuft zum Bauern, gibt dem die 100 Euro und sagt: "Für das
    Schwein letzte Woche, das noch zu bezahlen ist." Der Bauer geht zur
    einzigen Prostituierten des Dorfes und gibt ihr die 100 Euro, weil er
    noch seinen letzten Besuch bei ihr zu zahlen hat. Die Prostituierte
    rennt zum Hotel und übergibt dem Hotelier die 100 Euro die sie ihm noch
    für 2 Zimmermieten mit Kunden schuldet.
    Jetzt kommt der Deutsche die Treppe herunter und sagt, dass ihm keins
    der Zimmer gefällt. Er gibt dem Hotelier die Zimmerschlüssel, nimmt
    seine 100 Euro und verlässt das Hotel.
    Alle Schulden sind bezahlt und keiner hat Geld! Wozu noch das EU
    Rettungspaket??

  • Warum zur Hölle glauben deutsche Politiker bitte schön, dass Griechenland irgend etwas ändern WILL?! Der Rubel rollt...also warum was ändern, wenn deutsche Politiker längst nicht mehr zugeben können, dass die Kohle da versandet ist und deshalb immer neues Geld bereit stellen...
    Grundstudiumvorlesung Spieltheorie: Alles rational aus griechischer Sicht. Es ist aber langsam nicht mehr rational, dass das deutsche Volk nicht auf die Strasse geht und diese Verräter in Berlin das fürchten lehrt..Endlos-Hilfen für Griechenland, Ehrensold für Wulff..Deutschland ist ein Selbstbedienungsladen für Versager!!

  • .. alles bleibt in Hellas im bewährten Fahrwasser.

    Die Bevölkerung akzeptiert unveraendert diese alles beherrschende Polit-Mafia-Oligarchie.

    Schau ich mir unser "Vereinigtes Deutschland" so an, bestehen zwischen germanischen Schafen und griechischen Ziegen keine grossen Unterschiede.

    Zur Schlachtbank muessen wir so oder so. Armes Europa, verelendete EU.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%