Wettbewerbsnachteile
Energiekonzerne sorgen sich um Wettbewerbsfähigkeit

Deutsche Energiekonzerne geraten im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern ins Hintertreffen. Ursache dafür sind Entscheidungen der Politik, die die Rahmenbedingungen hierzulande zusehends verschlechtern. Zu den größten Belastungen zählen der Ausstieg aus der Kernenergie sowie der Emissionshandel.

BERLIN. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Frontier Economics, einem der führenden europäischen Beratungsunternehmen im Energiesektor, die dem Handelsblatt vorliegt.

Die von RWE in Auftrag gegebene Studie listet systematisch politische Entscheidungen auf, die die Arbeit der Konzerne direkt beeinflussen. „Die Summe an Maßnahmen schränkt den zukünftigen Handlungsspielraum der Energienunternehmen ein – das Gleichgewicht im Vergleich zu den europäischen Nachbarunternehmen könnte gestört werden“, resümieren die Autoren.

Die Unternehmen wissen sehr wohl, dass sie wegen ihrer großen Marktmacht sowie sprudelnder Gewinne bei steigenden Energiepreisen reichlich Angriffsfläche bieten: „Alle Welt zeigt mit dem Finger auf uns. Daher neigt die Politik dazu, bei uns die Daumenschrauben anzuziehen“, sagt ein Branchenvertreter. Christoph Riechmann, einer der Autoren der Studie, kritisiert, die Unternehmen seien mittlerweile zahlreichen politisch motivierten Verpflichtungen unterworfen, die ihre Position im europäischen Wettbewerb schwächten. Dies werde sich auf die Kräfteverhältnisse auf dem europäischen Markt auswirken.

Die Studie vergleicht Veränderungen der Rahmenbedingungen in neun europäischen Ländern. Vorteilige und nachteilige Regelungen hätten sich in den Ländern lange Zeit die Waage gehalten, so dass deutsche Konzerne sich „in etwa vergleichbar entwickeln konnten wie andere große Spieler in Europa“, heißt es in der Studie. Zuletzt habe die deutsche Politik jedoch einen Schwenk vollzogen.

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