Wettbewerbsverlust gegenüber den USA
Wirtschaft fordert raschen Kompromiss im Zuwanderungsstreit

Die deutsche Wirtschaft dringt auf einen schnellen Kompromiss im Zuwanderungsstreit. Sonst falle Deutschland im Wettbewerb mit den USA weiter zurück, heißt es in einem Pressebericht.

HB BERLIN. Deutsche Wirtschaftsvertreter haben einem Presseberichte zufolge erneut eine rasche Lösung im Zuwanderungsstreit gefordert. «Es muss endlich ein modernes Zuwanderungsgesetz her, das unter anderem die Zuwanderung von Fachkräften und innovativen Selbstständigen nicht blockiert», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, in der Samstagsausgabe des Berliner «Tagesspiegel».

«Hier müssen sich die großen Volksparteien endlich bewegen», forderte Wansleben mit Blick auf die seit geraumer Zeit anhaltenden Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition. Die Wirtschaft setze auf eine Entscheidung noch in diesem Jahr, fügte er hinzu. Sowohl Deutschland als auch Europa drohten im Wettbewerb mit den USA immer weiter zurück zu fallen, begründete Wansleben laut «Tagesspiegel» seine Forderung.

Diese Entwicklung sei jedoch umkehrbar, da Europa «allemal das Potenzial» habe, «den USA ebenbürtig zu sein», fügte Wansleben hinzu. Es gebe keine Region der Welt, «die in der Breite der Bevölkerung über so viel tradiertes Wissen und vernetzte Erfahrung verfügt, wie unser Kontinent», sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer weiter.

Europa könne seine Position aber nur verbessern, «wenn es im Wettbewerb um die besten Köpfe besser wird», erklärte Wansleben weiter. Bei dem notwendigen Aufholprozess müsse Deutschland «im Führerhäuschen und nicht im Schlafwagen» sitzen. Schon allein deswegen brauche die Bundesrepublik ein modernes Zuwanderungsgesetz.

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