What's right?
Die zehn Lektionen von Paris

Das Attentat von Paris verändert die politische Kultur. Europa schwankt zwischen Angst und Wut, zwischen Mitgefühl und Sorge. Zehn Effekte wird der Terrorakt provozieren – positive und unangenehme.
  • 8

Die fünf angenehmen Lektionen:
Die erste Reaktion auf das Attentat ist Mitgefühl. Die überwältigende Mehrheit der Europäer leidet mit den Opfern und ihren Familien. Ein ganzer Kontinent fühlt sich getroffen, und das kollektive „Je suis Charlie“ ist - jenseits von politischen Haltungen - ein Aufschrei der emotionalen Verbundenheit. Europa hat kein steinernes Herz, Europa weint und trauert.

Die zweite Lektion des Terror-Akts ist die bewusste Vermeidung von Hass, Rache und jeder Form von Vergeltung. Europa zeigt mit dieser Haltung im Moment der mörderischen Brutalität moralische und zivilisatorische Größe.

Der dritte Reflex zielt auf den Zusammenhalt der Gesellschaft. Millionenfach versucht Europa, nicht in die Falle vorschneller Ressentiments zu tappen. Muslime werden vor Generalbeschuldigungen in Schutz genommen - vom Kirchgänger bis zur Kanzlerin beschwören alle, dass man sich nicht in vermeintlich Gute und Böse teilen lassen wolle.

Die vierte Reaktion liegt in der Freiheitsbehauptung. Das Attentat wird als Angriff auf Meinungs- und Pressefreiheit empfunden, aber mehr noch auf die offene Gesellschaft insgesamt. Dagegen wehrt sich ein kollektiver Reflex, man werde sich die Räume dessen, was man kritisieren und worüber man lachen darf, nicht klein bomben lassen, „Jetzt erst Recht“ lautet die Formel des Freiheitswillens, die im klein gezeichneten Witz wie in der großen Weltoffenheit viele Formen findet.

Die fünfte Lektion liegt in der Besinnung auf Demokratie und Recht. Europa reagiert auf den Islamismus mit rechtsstaatlichen Mitteln. Es gibt weder Lynchjustiz noch pöbelnde Mobs noch Schnellverfahren. Täter werden vor Gerichte gestellt. Der Macht der Faust wird die Macht des Rechts entgegen gesetzt.

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Die zehn Lektionen von Paris

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Die fünf unangenehmen Lektionen

Kommentare zu " What's right?: Die zehn Lektionen von Paris"

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  • Die Europäer haben die Muselmannen schon einmal aus Europa entfernt und sie werden es wieder tun. Die Sache dauerte über 1000 Jahre. Jetzt gehts wieder los, Dank verblödeten
    Regierungen und Gutmenschen.

  • religionen waren immer schon das übel der menschheit. sie dienten immer schon dazu menschen gefügig zu machen oder sie zu unterwerfen oder gar zu massakrieren. da tun sich die einzelnen weltreligionen untereinander gar nichts.der fall in paris ist jetzt in den schlagzeilen. mord ist ein verbrechen. die gründe, warum diese mörder derart ausrasteten bleiben im dunkeln. da ist es weniger aufregend und meistens nur eine randnotiz in den einschlägigen gazetten, wenn man über die beinahe täglich passierenden drohnenmorde informiert wird. wo ist da eigentlich der unterschied. in paris töteten religiöse fanatiker unschuldige, deren arbeit ihnen nicht passte. auf der anderen seite werden ohne rechtsstaaliche mittel wahllos menschen ermordet. die einen rächen einen propheten, die anderen rufen "god bless america". das ergebnis ist eigentlich immer das gleiche. es werden menschen umgebracht. ich glaube, die arroganz des weswtens hat eine saat gesät die keine gute ernte verspricht. immer nur andere länder ausbeuten und nie dafür die rechnung zu bezahlen wird sich nicht ausgehen. aktuelles beispiel nigeria. was shell dort anrichtet und der einheimischen bevölkerung zumutet ist der kapitalismus in seiner hässlichsten form. man stelle sich mal vor, wir hätten hier derartige zustände. nicht auszudenken wie unsere umweltpolitiker rotieren würden. wenn wir die augen permanent davor verschließen welche katatstrophen wir (mit wir meine ich die industriestaaten) in anderen ländern anrichten (egal ob militärisch, ökonomisch oder ökologisch)wird die quittung gigantisch sein.

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