What's right – SPD
Glyphosat ist das neue Chlorhühnchen

In der SPD grassiert die Angst davor, von den Grünen überholt zu werden. Daher wird nun sogar die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat zum peinlichen Eigentor.

Öko-Ideologen prangern den neuen Sündenbock mit dem gefährlich klingenden Namen an als sei der leibhaftige Teufel ausgebrochen: Glyphosat ist das neue Chlorhühnchen. Dass Dutzende von wissenschaftlichen Untersuchungen das Pflanzenschutzmittel als unbedenklich einstufen – es schert die Öko-Fundis nicht.

Dass Glyphosat der weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichter und im Kampf gegen den Hunger ein Haupthelfer ist – es lässt die Alarmismus-Industrie kalt. Dass ein Ende des Glyphosat-Einsatzes – in Deutschland kommt es auf etwa 40 Prozent der Felder zum Einsatz – tausende von Bauern in Not brächte, es ist ihnen in ihrem Öko-Fanatismus gleich.

Wer sich unter Glyphosat-Aktivisten umhört, der könnte meinen, es sei so etwas wie die ultimative Krebs-Epidemie im Anmarsch. Was den Klimaschützern der Symbol-Eisbär war, den TTIP-Feinden das Chlorhühnchen, das wird nun den Agrar-Hassern das Glyphosat – ein negativer Fetisch.

Nun kennt man diese Fetische aus der grünen Radikal-Szene schon seit Jahren. Nur diesmal steckt die Sündenbockjagd sogar die Bundesregierung auf peinliche Weise an. Die SPD hat derart große Angst davor, von den Grünen auch bei den kommenden Wahlen als linke Führungsmacht abgelöst zu werden, dass sie die Glyphosat-Apokalypse bereits am eigenen Parteienleib fühlt – als ginge es um einen politischen Krebs.

Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hält den Unkrautvernichter für unbedenklich, alle Prüfungen unabhängiger Institute sind abgeschlossen und die Bundesregierung hatte sich logischerweise entschieden, die Zulassung zu verlängern. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärte offiziell für Union und SPD: „Die Wissenschaft kommt zu dem Ergebnis, dass bei sachgemäßer Anwendung des Wirkstoffs Glyphosat keine Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit bestehen.“ Alles schien unter den Ministerien und zwischen Union wie SPD geklärt.

Doch dann keimte in der SPD-Fraktion die Angst, man könne damit den Grünen ein neues Wahlkampfthema verschaffen. SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Christine Lambrecht meldete Aufruhr. Umweltministerin Barbara Hendricks und Vizekanzler Sigmar Gabriel knickten schließlich ein - und mutieren nun plötzlich zu Glyphosat-Kritikern.

Seite 1:

Glyphosat ist das neue Chlorhühnchen

Seite 2:

Peinlicher Enthaltungskurs der Koalition

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%