What's right? Wer weint um die Christen?

Im Mittelmeer sollen christliche Bootsflüchtlinge von Muslimen ins Meer geworfen worden sein. Europa ist schockiert. Doch das Drama brutaler Christenverfolgung ist gigantisch – das wird aber gerne übersehen.
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Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.
Wolfram Weimer

Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.

Es ist wieder passiert. Bei der Überfahrt nach Sizilien sollen muslimische Flüchtlinge zwölf Christen über Bord geworfen haben. In Palermo sind darum 15 muslimische Flüchtlinge aus Schwarzafrika festgenommen worden. Ihnen wird „mehrfacher Totschlag erschwert durch religiösen Hass“ vorgeworfen, teilte die Präfektur mit. Das Drama hat sich offenbar auf hoher See zugetragen, als es auf dem Schlauchboot zu einem Streit um die Wasserreserven kam.

Leider ist der erschütternde Vorgang kein Einzelfall. Vor kurzem hat die Polizei in Spanien zwei Schleuser wegen des Verdachts auf mehrfachen Totschlag festgenommen. Die beiden Männer aus Kamerun sollen während eines Sturms in der Straße von Gibraltar alle christlichen Flüchtlinge von Bord geworfen haben – angeblich aus Angst, dass diese Unglück bringen könnten.

Diese Untaten erschüttern das europäische Publikum, dabei müsste man wissen, dass die millionenfache Christenverfolgung mit systematischen Morden nicht die Ausnahme, sondern eine furchtbare Regel der vergangenen Jahre geworden ist. Die Berichte von Journalisten und Menschenrechtsgruppen sind alarmierend: Christenverfolgungen im islamischen Raum, aber auch in Asien, nehmen dramatisch zu. Immer rücksichtsloser werden Christen drangsaliert, enteignet, gefoltert, umgebracht.

Die gesamte Kulturgrenze zwischen dem muslimischen Norden Afrikas und dem eher christlichen Süden wird blutiger. Kenia sieht sich Angriffen von muslimischen Terrorgruppen aus Somalia ausgesetzt, der Krieg in Mali ist ein Brennpunkt der religiösen Gewalt, die von Somalia im Osten bis in den Senegal nach Westen reicht. Dauerterror herrscht mittlerweile in Nigeria. Dort werden Menschen täglich von der islamistischen Terrorbande Boko Haram gejagt, verfolgt und getötet, nur weil sie Christen sind. Die Massaker der Terrormiliz Islamischer Staat sind nur die Spitze des Eisbergs. Christen sind die weltweit am meisten der Verfolgung ausgesetzte Religionsgruppe.

Nun ist auch die Zentralafrikanische Republik betroffen. Dort sickern islamistische Kämpfer aus dem Tschad und Sudan ein und terrorisieren die christliche Bevölkerung. Christliche Dörfer und Kirchen werden von den Milizen geplündert, Frauen drohen systematische Vergewaltigungen. Es kommt zu flächendeckenden Serienmorden. Das Gebiet rund um die Kathedrale von Bangui ist ein „killing field der Gegenwart geworden.

Wo bleibt das internationale Hilfsprogramm?
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42 Kommentare zu "What's right?: Wer weint um die Christen?"

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  • Die Europäer führen seit über 1200 Jahren Krieg gegen die Mohammedaner.
    Nur eine völlig verblödete Gutmensch-Gemeinde hat das nicht mitbekommen
    oder es besteht die Absicht Europa zu ruinieren, jedenfalls wenn man Islam-Murksel beobachtet kommt man zu der Ansicht.

  • Herr Europaeer, Sie schreiben Zuwanderung sei für Deutschland notwendig, Sie sollten sich mal Schlau machen, bevor Sie hier solche Kommentare abgeben.
    6 Millionen Arbeitnehmer verdienen weniger als 10.000 Euro Brutto im Jahr, 13 Millionen können wir keine Stelle anbieten wo mehr als Hartz4 rauskommt, Wir haben 1,4 Millionen Aufstocker, die 4 Std. am Tag arbeiten, also eigentlich auch Arbeitslose und 1 Million Leiharbeiter die für die Hälfte des Geldes von Festangestellten arbeiten.
    Da liegt noch ein riesiges Potential, geht man allerdings einer Sinnfreien Arbeit nach und lebt sogar noch von der Flüchtlingsindustrie hat man ein Interesse das so viele wie möglich kommen.
    Wenn es den Muslimen bei der Überfahrt schon stinkt mit Christen zusammen auf einem Boot zu sein dann bin ich mal gespannt was die hier noch so alles anstellen.
    Wieso gehen die nicht in die Superreichen Wüstenstaaten, dort sitzen doch ihre Glaubensbrüder.

  • Christen werden nicht nur in Asien und Afrika verfolgt.

    Christenverfolgung gibt es auch in Europa und in Deutschland, nämlich überall dort, wo die Mehrheitsverhältnisse bereits gekiptt sind, und es eine neue, orientalisch-afrikanische, muslimische Mehrheitsbevölkerung gibt:


    http://www.morgenpost.de/berlin/article1416520/Wie-Migranten-deutsche-Kinder-mobben.html

    https://www.youtube.com/watch?v=5vjJSC970V0

    http://www.pz-news.de/baden-wuerttemberg_artikel,-Christen-toeten-Polizei-ermittelt-wegen-islamistischer-Parolen-von-Schuelern-_arid,1006934.html



  • >>Zuwandern ist für Deutschland essentiell, um zukünftig unseren Lebensstandard zu halten. Auf Pegiden oder sonstige rechte Gutbürger der Marke: „Das wird man doch noch sagen dürfen“ können wir gerne verzichten.<<

    Falsch: Auswanderung, AUSWANDERUNG ist für Deutschland essentiell, nicht nur um unseren Lebensstandard zu halten, sondern auch um unseren Kindern und Enkeln ein lebenswürdigere Zukunft zu geben als das Leben als kleine, schutzlose Minderheit in einem Dritte-Welt-Land zu leben.

  • Meine Meinung ist ja auch das wir auf solche nicht reflektierenden Gutmenschen verzichten können.
    Menschen die sich auf Kosten anderer überhöhen und ideologisch theoriesieren.

    Klar braucht DE Arbeitskräfte aus dem Ausland. Aber diese ungebremste Flutung des Landes mit Gläubigen die eher fordern können als geben wollen kann damit nicht gemeint sein.

    In dem Betrieb in dem ich arbeite haben wir rd. 40% nicht deutscher Arbeitskräfte.
    Von denen wohnt aber keiner im Heim und keiner den ich kenne meint, jemand Anderer als er selbst müssen für seinen Lebensunterhalt sorgen und ihm die Wohnung geben und bezahlen.

    Bitte nicht diejenigen welche herkommen um hier zu arbeiten und sich hier was aufbauen wollen mit den fordernden Armutsasylanten gleichsetzten. Wir brauchen nicht Alle und nur politisch Verfolgte geniessen Asyl. Bitte mal handeln wie beschlossen.

  • Kleines Beispiel der Möglichkeiten:

    Jeder der nicht anerkannter Flüchtling ist bekommt Post, wo er aufgefordert wird innerhalb von 3 Monaten das Land zu verlassen oder einen versicherungspflichtigen Arbeitsplatz nachzuweisen. Kommt er dem nicht nach werden alle Leistungen umgehend gestrichen und die Person zur Fahndung ausgeschrieben.
    Wer bereits einmal so unangenehm aufgefallen ist, bekommt keine Einreisegenehmigung mehr, da vorbestraft. Illegeler Aufenhalt endet im Bau.

    Da ein Anteil an qualifizierter Zuwanderung nötig ist, gehört hier die Wirtschaft ins Boot geholt und nicht der Steuerzahler. Die Firma fordert eine Anzahl von AN mit fest bezeichneten Fähigkeiten an, übernimmt den Transport, die Sprachausbildung und event. Weiterbildung und Unterbringung.

    Gehen tut fast alles, es gehört nur der Wille und die konsequente Umsetzung dazu.


    Schönen Tag noch.

  • Schön, dass Sie mittlerweile eine höhere Bewußtseinsebene erreicht haben.
    Deutschland ist verloren...

  • Zitat: "Was spräche dagegen analog der Schweiz Leistungsträger und Privatiers mit erträglichen Steuern und einer angenehmen Atmosphäre zum Leben im Lande zu motivieren?"

    Da spricht aus meiner Sicht nichts dagegen. Gerne können alle reichen Menschen dieser Welt in unserem Land leben und hier ihr Geld ausgeben.

    Wer aber macht die Arbeit? Die wenigen Kinder, die in Deutschland geboren werden, reichen nicht, zukünftig die Werte zu erarbeiten, die unseren Luxus, unsere soziale Absicherung und unseren Lebensstandard kennzeichnen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette  

  • Herr Europaeer...Sie schreiben " Zuwandern ist für Deutschland essentiell, um zukünftig unseren Lebensstandard zu halten"..

    Ich meine, dass die Zuwanderer die Sie und Ihre Genossen im Blick haben kaum dazu geeignet sind den Lebensstandard in D zu stützen. Gem. einer Schweizer Untersuchung leben die "Flüchtlinge" zu 71% auch noch nach Jahren dauerhaft von Sozialleistungen.

    Was spräche dagegen analog der Schweiz Leistungsträger und Privatiers mit erträglichen Steuern und einer angenehmen Atmosphäre zum Leben im Lande zu motivieren?

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