What's right? zur EZB-Politik
Die Attacke auf unser Geld ist da

Die EZB zwingt die Zinsen ins Negative, enteignet Deutschlands Sparer, finanziert Staatsschulden und schafft nun erste Bargeld-Scheine ab. Von Helikoptergeld bis zum Bargeldverbot sind heute allerlei Tabubrüche denkbar.
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Die Bundesbank verhält sich zur EZB wie ein Priester zum Prasser. Während erstere Verlässlichkeit, Askese und Gebote der Geldwertstabilität predigt, wirft letztere Geld mit beiden Händen wie Kamelle aus dem Frankfurter Faschingswagen und wagt immer wildere Experimente der Geldmengen-Eskalation. Die Bilanzsumme der EZB hat sich in nur anderthalb Jahren um sagenhafte eine Billion Euro ausgeweitet.

Die Frankfurter Geldhüter hüten das Geld nicht mehr, sie fluten Europa damit. Sie verschenken das Geld zinslos, kaufen selbst Staatsanleihen wie allerlei Wertpapiere und wollen eine Inflation erzwingen, die sie eigentlich zu verhindern haben. Mit dieser Politik organisiert die EZB eine der größten Enteignungen der Geschichte – von Sparern zu Schuldnern, von Bürgern zu ihren Staaten, von Nordeuropa nach Südeuropa.

Insbesondere Deutschland trifft diese Massenenteignung in gewaltigen Dimensionen. Das private Geldvermögen der Deutschen liegt bei 5,3 Billionen Euro. Mit Zinsen, wie wir sie etwa in den Achtzigern kannten (damals lag die durchschnittliche Rendite, die Anleger mit lang laufenden deutschen Zinspapieren erzielen konnten, 4,8 Prozentpunkte über der Inflationsrate) würden die Deutschen jedes Jahr etwa 250 Milliarden an Zinsen für ihr Erspartes bekommen.

Mit der heutigen Nullzinspolitik der EZB bekommen sie gar nichts mehr. Dreistellige Milliardenbeträge entgehen den Bundesbürgern also, nur weil man in Frankfurt meint, Konjunkturpolitik zu betreiben und die überschuldeten Staaten wie Banken Südeuropas zu entlasten. Da aber die Konjunktur Europas nicht unter Geldmangel leidet sondern unter strukturellen Wettbewerbsschwächen, wirkt die Geldmengeneskalation nicht.

„Die Pferde saufen nicht“, jammern die hyperaktiven Geldschwemmer der EZB. Anstatt sich aber zu besinnen, suchen sie nun immer neue, wilde Wege, um das kollektive Geldsaufgelage zu erzwingen. Einmal soll Helikoptergeld als Bargeschenk im Volk verteilt werden, dann wieder erwägt man immer neue Wertpapierklassen aufzukaufen, schließlich sollen immer drastischere Negativzinsen die Geldzirkulation fördern.

Insbesondere das Bargeld ist den Frankfurtern inzwischen ein Dorn im Auge. Denn damit lassen sich Strafzinsen umgehen. Also wird über allerlei Varianten zur Abschaffung des Bargeldes diskutiert. Bargeldkäufe von mehr als 5000 Euro könne man verbieten – oder aber größere Geldscheine einfach vom Markt nehmen. Genau das ist nun mit der schrittweisen Abschaffung des 500-Euro-Scheines beschlossen worden.

Begründet wird die Abschaffung der größten Banknote mit dem Kampf gegen Geldwäsche, Kriminalität, Schwarzarbeit und Terrorismus. Doch das Argument ist fadenscheinig, denn die Bösewichter steigen nun auf 200-Euro-Scheine um, und können außerdem die Spuren krummer Geschäfte längst auch elektronisch verwischen. Kriminelle weichen etwa auf die Cyber-Währung Bitcoin aus, und Geldwäsche läuft längst bargeldlos über Scheinfirmen.

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Bargeld wird schrittweise unattraktiv gemacht

Kommentare zu " What's right? zur EZB-Politik: Die Attacke auf unser Geld ist da"

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  • Alles Zitate von Luftpumpen.

    Wenn man sie fragt, dann erzählen sie, die Verträge waren gut , die Anderen haben sich nicht daran gehalten.

    Die Frage wäre, warum hat man nicht daran gedacht, wenn sich Andere nicht daran halten?
    Aber damals brüsteten sich diese Experten mit Wort "unumkehrbar".
    - Traumtänzer. -

  • "Bundesbank-Präsident Jens Weidmann schlägt darum Alarm und warnt, „das Vertrauen in die gemeinsame Währung nicht zu beschädigen.“ "

    Bis vor Kurzem habe ich Herrn Weidmann seine Besorgnis um die Belange der Sparer/Bürger wirklich geglaubt.

    Mittlerweile hat er nur noch die Funktion einer Beruhigungspille, die den deutschen Bürger einlullen und sedieren soll, damit die EZB ihre Enteignungspolitik ungestört fortsetzen kann.

  • @Rainer von Horn - 06.05.2016, 15:45 Uhr

    "Oder ist das etwa die "Gegenfinanzierung"? ;-)"

    Natürlich ist das so.

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