„What's right?“ zur Türkei
„Wie schön, ein Märtyrer zu sein!“

Die Türkei schickt staatlich bezahlte Prediger nach Deutschland und baut serienweise Moscheen. Erdogan investiert gewaltig in die Islamisierung Deutschlands. In Comics werden Kinder schon einmal zum Märtyrertod animiert.
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Erdogan hatte es martialisch angekündigt: „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unsere Bajonette und die Gläubigen sind unsere Soldaten.“ Der türkische Staatspräsident verfolgt seit langem eine missionarische Großstrategie zur islamischen Expansion – zunächst innerhalb der Türkei, zusehends aber auch im Ausland. Daher investiert die Türkei systematisch auch in die Missionierung Deutschlands.

Über die staatliche Religionsbehörde Diyanet und ihren Deutschland-Ableger Ditib soll die Islamisierung generalstabsmäßig organisiert werden. Neben dem flächendeckenden Bau von Moscheen und Gebetsräumen schickt Ankara – über Staatsmittel finanziert – inzwischen auch offiziell rund 1000 Imame in deutsche Moscheen. Sie fungieren in vielen deutschen Gemeinden als Prediger und Seelsorger, aber eben auch als politische Agitatoren Erdogans.

Sie bleiben in der Regel nur wenige Jahre in Deutschland, sprechen schlecht Deutsch und verbreiten eine orthodox-sunnitische, osmanisch-repressive Religionsauffassung und schüren zuweilen Antisemitismus. Von Verfassungsschutzämtern häufen sich Berichte über politische Agitationen in Ditib-Moscheen und die Bildung von Sympathisantenszenen radikaler Islamisten.

Nun sorgt ein Kinder-Comic der Religionsbehörde Diyanet für Aufregung. Die von den obersten Religionshütern veröffentlichten, bunten Zeichnungen verherrlichen den Märtyrertod. In der Bildergeschichte mit der Botschaft „Möge Gott unsere Märtyrer segnen, mögen ihre Gräber mit heiligem Licht erfüllt werden“, die sich an Kinder richtet, schildert ein Vater seinem Sohn, wie ehrenvoll es sei, für seine Überzeugungen zu sterben.

Der Vater sagt: „Wie schön, ein Märtyrer zu sein!“ Daraufhin fragt ihn sein Sohn: „Willst Du ein Märtyrer sein?“ und erhält als Antwort: „Natürlich will ich ein Märtyrer sein. Wer will nicht in den Himmel?“ An anderer Stelle heißt es: „Märtyrer sind im Himmel so glücklich, dass sie zehnmal Märtyrer sein wollen.“ Oder: „Ich wünschte, ich könnte auch ein Märtyrer sein.“ An andere Stelle sagt ein Mädchen: „Ich wünschte, ich könnte Märtyrer sein.“ Darauf antwortet die Mutter: „Wenn Du es Dir genug ersehnst, dann wird Allah Dir die Gelegenheit geben.“

Den Diyanet-Comic kommentiert die türkische Zeitung „Cumhuriyet“ so: „Religiösität ist in den letzten Jahren buchstäblich zu einem politischen Werkzeug geworden. Sie verstecken es noch nicht einmal“, zitiert die Zeitung den Psychologen und Erdogan-Kritiker Serdar Degirmencioglu.

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Deutsche Politiker sind alarmiert

Kommentare zu " „What's right?“ zur Türkei: „Wie schön, ein Märtyrer zu sein!“"

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  • Das ist erst der Anfang: wenn Merkel im Mai gegen allen Widerstand in der EU und Deutschland die Visafreiheit für ca. 80 Millionen Türken durchsetzt, dann kann Ihr Freund Erdowan endlich wirklich loslegen, damit Deutschland Teil des Islams wird!

  • Wir haben uns doch erst vor, man kann sagen einigen Jahrzehnten, von dem Diktat und „Rechtsverständnis“ der schwarzen/purpur christlichen Zunft lossagen können, denn auch die haben mit Brutalität und ohne Gnade ihre kruden „Ansichten“ durchgesetzt. (Kreuzritter, Folterbänke usw.
    Da sollten wir, die gesamte EU, auf der Hut sein und sich nicht in die nächste Abhängigkeit eines Glaubensmärchen begeben und unterjochen lassen. Denn der Islam ist zwar in Dtl. und EU vertreten, aber er gehört hier nicht hin, denn es ist die Kultur des arabischen Teil der Erde und so muss es auch bleiben. Dies sollte auch die Politik so langsam verstanden haben, die Gutmenschen in ihrem Wahn sind eh nicht zu überzeugen und total blind für das Unwetter das auf uns zu kommt.

  • Bananenrepublik Deutschland.
    Nach dem zweiten Weltkrieg wollte kaum noch jemand für seine Interessen oder sein Land eintreten. Die jetzigen Generationen können ruhig wieder selbstbewußter sein.

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