„Wichtiger Beitrag“ Union verteidigt die Praxisgebühr

Die Opposition und die FDP lehnen die Praxisgebühr ab - die Union aber will daran festhalten. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion sei aber für Vorschläge offen, wie man sie besser gestalten könne.
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Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jens Spahn (CDU), will an der Praxisgebühr festhalten. Quelle: dapd

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jens Spahn (CDU), will an der Praxisgebühr festhalten.

(Foto: dapd)

DüsseldorfDie Unionsfraktion im Bundestag steht weiter hinter der umstrittenen Praxisgebühr. „Die Gebühr bleibt“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Jens Spahn (CDU), dem Magazin „Wirtschaftswoche“ laut einer Mitteilung vom Samstag. Die Abgabe steuere einen wichtigen Betrag zum Gesundheitswesen bei. Er wolle jedoch „jederzeit“ mit sich reden lassen, „wie man die Praxisgebühr besser gestalten kann“, sagte Spahn.

Die Praxisgebühr von zehn Euro, die seit dem Jahr 2004 jeder Patient beim ersten Arztbesuch im Quartal bezahlen muss, bringt jährlich etwa zwei Milliarden Euro ein. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hält sie für überflüssig. Nach Meinung von Kritikern wurde das Ziel der Praxisgebühr, die Zahl der Arztbesuche zu reduzieren, verfehlt. Auch die Opposition fordert die Abschaffung der Abgabe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt dies hingegen ab.

  • afp
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5 Kommentare zu "„Wichtiger Beitrag“: Union verteidigt die Praxisgebühr"

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  • Wie wäre es mit einem marmorieten und gefütterten Umschlag, den die CDU liefert, damit die "Versichertenbackschisch" diskreter als das ordinäre Bargeld beim Arztbesuch überreicht werden können.

  • "Der gesundheitspolitische Sprecher"
    Ja, der Jens Spahn. Gelernter Bankkaufmann, dann nach der Lehre mal gerade ein Jahr in seinem Job gearbeitet, hat er wohl befunden, dass das zu wenig Gehalt sei und huppelte in die Politik in NRW. Schon hier nannte er sich schnell gesundheitspolit. Sprecher.
    Seitdem frage ich mich immer, woher der seine Kenntnisse in der Gesundheitspolitik hat.
    Ach so, ich vergaß, ein Politiker braucht keine Kenntnisse, der muß nur ordentlich dämliches Zeug labern zum Schaden der Bürger
    Es ist ein Trauerspiel, das wir mehr und mehr solche unwissenden Dödel in der Politik haben
    Übrigens, Jens Spahn ist privat versichrt, wie er selbst mal sagte

  • "Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt dies hingegen ab."

    Damit ist eigentlich alles gesagt. Andererseits wird gefordert, dass die Kassen die Überschüsse zurück geben sollen.

  • Diese Herrschaften denken von 12 bis Mittag und spekulieren auf die "Geiz-ist-geil" Mentalität einiger Wähler, um gewählt zu werden. Je näher der Wahltermin kommt, desto mehr Reformen müssen dran glauben. Für eine handvoll Euro kann man im Klientel der Anderen fischen.

  • "Nach Meinung von Kritikern wurde das Ziel der Praxisgebühr, die Zahl der Arztbesuche zu reduzieren, verfehlt."

    Da haben die Kritiker offenbar nicht verstanden, dass das nie das Ziel der Praxisgebühr war.

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