„Wichtiger Gesprächspartner“
Rösler bescheinigt Siemens-Chef Löscher gute Arbeit

Nach der Kanzlerin äußert sich nun Philipp Rösler zum Führungsstreit bei Siemens. Der Wirtschaftsminister stellte Vorstandschef Peter Löscher ein gutes Zeugnis aus und warnte vor einem Imageschaden für den Konzern.
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BerlinBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat dem vor der Ablösung stehenden Siemens-Chef Peter Löscher gute Arbeit bescheinigt: „Insbesondere bei meinen Reisen in die asiatischen Boom-Staaten habe ich Peter Löscher als wichtigen Gesprächspartner schätzen gelernt“, sagte Rösler dem Handelsblatt. Auch als Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses habe er sich um die deutsche Wirtschaft verdient gemacht.

Rösler warnte vor einem Imageschaden und setzt deshalb auf ein schnelles Ende der Personalquerelen: „Siemens ist ein weltweit anerkanntes, hochmodernes Technologieunternehmen. Dieser deutsche Weltkonzern ist bei vielen Produkten nach wie vor Weltmarktführer und steht symbolhaft für den Erfolg der deutschen Wirtschaft insgesamt“, sagte Rösler. Der Bundeswirtschaftsminister zeigte sich davon überzeugt, dass es Siemens schon bald gelingen werde, auf die Erfolgspur zurückzukehren.

Bereits am Montag hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel besorgt über die Führungskrise bei Siemens gezeigt. „Aus ihrer Sicht ist Siemens ein Flaggschiff der deutschen Wirtschaft, und deshalb ist es ihr wichtig, dass dieses Weltunternehmen wieder in ruhiges Fahrwasser gerät“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin.
Nach einer Serie von Misserfolgen soll Vorstandschef Peter Löscher am Mittwoch vom Aufsichtsrat abgelöst werden. Nachfolger soll nach Angaben aus dem Gremium Finanzvorstand Joe Kaeser werden. Streiter sagte, auch Merkel habe durchaus die Arbeit und die Fachkompetenz Löschers wie auch den Dialog mit ihm immer sehr geschätzt.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " „Wichtiger Gesprächspartner“: Rösler bescheinigt Siemens-Chef Löscher gute Arbeit"

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  • Das Problem ist aber in Wirklichkeit ein ganz anderes.
    Wenn in einem solchen Unternehmen wie Siemens keine Ing. mehr and er Spitze stehen, die Ahnug ahben, dann kann es nur schief gehen

  • Rösler, der wie ein schlechter Vorstandsassistent wirkt und arbeitet, verbrüdert sich mit Löscher, der größten Siemens-Katastrophe seit Jahren.

    Prima, haben sich die beiden Richtigen ja endlich gefunden.

    Rösler sollte sich ein Beispiel nehmen und ebenfalls gehen.

  • Bitte befreit uns endlich von dem Übel. Ein Rösler hat sehr, sehr wenig Ahnung aber davon anscheinend sehr viel. Wenn Du im Vertrieb 1 - 2 Mal Deine Zahlen nicht entsprechend der Vorgabe ablieferst, bist Du weg vom Fenster. Bei Herrn Löscher hat man da sehr viel Geduld bewiesen wahrscheinlich weil sein Mäzen Crome nicht einsehen wollte, das er mit einem Pharma-Manager völlig daneben lag. Hochtechnologie ist was anderes und Doktoren andere Kunde wie in der Industrie, Herr Dr. Rösler!

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