Widerstand gegen Auslaufen des Gesetzes
Streit um Altersteilzeit kocht hoch

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hat Forderungen aus SPD und Gewerkschaften nach einer Verlängerung des Altersteilzeitgesetzes zurückgewiesen.

HB BERLIN/STUTTGART. Sollten die geltenden Regelungen beibehalten werden, hätte dies gravierende Probleme auf dem Arbeitsmarkt zur Folge, warnte Weise am Samstag im rbb-Inforadio. Dies gelte vor allem für den Mangel an qualifizierten Fachkräften. Die Bundesregierung plant, das geltende Altersteilzeitgesetz, nach dem Arbeitnehmer mit 55 Jahren schrittweise in den Ruhestand gehen können, im Jahr 2009 auslaufen zu lassen. Dagegen hat sich breiter Widerstand in der SPD und bei den Gewerkschaften formiert. Vertreter der SPD-Linken fordern, die Regelung beizubehalten und der Rente mit 67 anzupassen, so dass Arbeitnehmer ab 57 schrittweise in den vorgezogenen Ruhestand gehen könnten.

Weise wandte sich strikt dagegen, da die Unternehmen zunehmend einen „sichtbaren Mangel“ an Menschen mit „Erfahrung und Gelassenheit“ hätten. „Wir müssen Bedingungen schaffen, dass Ältere länger, vielleicht flexibler, im Beruf sind“, verlangte er. Da könne es noch bestimmte Ausnahmetatbestände, aber keine grundlegende Revision der Pläne geben. „Wenn wir das Beschäftigtenpotenzial und damit unseren Wohlstand halten wollen, müssen wir länger arbeiten.“

Die SPD-Fraktion will in der kommenden Woche noch einmal über die Rente mit 67 diskutieren. Im März soll die Neuregelung dann vom Bundestag beschlossen werden. Sie sieht vor, dass die Altersgrenze für den Ruhestand ab 2012 zunächst jedes Jahr um einen Monat angehoben wird; ab 2024 geht es in Zwei-Monats-Schritten dann schneller. Die Jahrgänge ab 1964 werden regulär bis 67 Jahre arbeiten müssen. Wer vorher in Rente geht, muss Abschläge hinnehmen.

Seite 1:

Streit um Altersteilzeit kocht hoch

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%