Widerstand gegen Rogowski-Vorschlag
Arbeitgeber gegen Urlaubskürzung

Die von BDI-Chef Rogwoski geforderte Urlaubskürzung stößt nicht nur bei Gewerkschaften auf Kritik. Auch Arbeitgeber halten diesen Weg für falsch.

HB BERLIN. Mit Kritik haben auch Arbeitgeber auf den Vorschlag von BDI-Chef Rogowski reagiert, den tariflichen Jahresurlaub um eine Woche zu kürzen. Der Vorstandschef des Chemiekonzerns BASF |BAS 44,02 -0,23%| und BDI-Vize, Jürgen Hambrecht, sagte der «Bild»-Zeitung: «Wer Deutschland allein durch längere Arbeitszeiten aus der Misere holen will, springt zu kurz.»

Der Inhaber des Textilherstellers Trigema, Wolfgang Grupp, bezeichnete dem Blatt gegenüber Rogowski als konzeptlos: «Leute wie er sind unglaubwürdig.» Der Präsident des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, Hermann Franzen, sagte: «An den sechs Wochen Urlaub soll nicht gerüttelt werden.» Den bräuchten die Beschäftigten zur Erholung.

Auch Gewerkschaftsführer erneuerten ihre Kritik: Der Chef der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt, sagte, der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie habe nichts begriffen. Rogowskis Forderung schaffe nur Angst, aber keine neuen Jobs.

Der BDI-Präsident hatte seine Forderung mit dem Hinweis begründet, Deutschland habe mit 42 Urlaubs- und Feiertagen weltweit eine Spitzenposition. In vielen Firmen hätten Beschäftigte Probleme, ihren Urlaub in der vorgeschriebenen Zeit zu nehmen. Wie die «Bild» am Samstag unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung berichtete, lassen deutsche Arbeitnehmer pro Jahr über zwei Tage Urlaub verfallen.

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