Widerstand in Brandenburger Fraktion
DVU angeblich uneins über Bündnis mit NPD

In der DVU regt sich Widerstand gegen die geplante Kooperation mit der NPD bei der Bundestagswahl. DVU-Funktionäre befürchten, viele Wähler würden durch ein solches Bündnis abgeschreckt.

HB BERLIN. In der rechtsextremen DVU mehren sich Stimmen gegen das zur Bundestagswahl geplante Bündnis mit der NPD. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

«Die Zusammenarbeit mit der NPD würde uns schaden», so der Vizefraktionschef der DVU im Potsdamer Landtag, Michael Claus. Er lehnt das von DVU-Chef Gerhard Frey geplante Bündnis deshalb ab, es würde «viele Wähler abschrecken». Neben Claus, der die brandenburgische DVU mit aufgebaut hat, seien auch andere Mitglieder der Landtagsfraktion gegen ein Bündnis mit der politischen Konkurrenz am äußersten rechten Rand.

Wie «Der Spiegel» weiter schreibt, müssten Frey und der NPD-Chef Udo Voigt noch ein weiteres Problem lösen, um ihre «nationale Volksfront» zu bilden: Das Bundeswahlgesetz sieht für eine Kooperation zweier Parteien nur zwei Möglichkeiten vor: Die Fusion zu einer neuen, gemeinsamen Partei. Oder die Öffnung einer Wahlliste für Kandidaten einer anderen Partei. Beide Varianten seien angesichts der langjährigen Spannungen zwischen den Rechtsparteien unwahrscheinlich.

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