Wie ein Popstar
Zu Guttenberg wird von Soldaten gefeiert

Der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich mit klaren Worten und seinem raschen Antrittsbesuch in Afghanistan einen Platz in den Herzen der deutschen Soldaten gesichert. Die Reaktionen aus der Truppe sind ausnahmslos positiv, die klare Abgrenzung zu Amtsvorgänger Jung trägt Früchte. Der Lackmustest steht dem Adeligen jedoch noch bevor.
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HB KABUL/BERLIN. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch hat den Afghanistan-Besuch von Verteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) als „ein sehr gutes Signal“ bezeichnet. Die Korruption in dem Land könne nur bekämpft werden, wenn man die afghanische Regierung - so wie Guttenberg es getan tat - dazu mit Nachdruck ermahnt, sagte Kirsch der „Nordwest-Zeitung“.

Zudem sei es auch für Deutschland Zeit, eine schonungslose Bilanz in Sachen Afghanistan zu ziehen. Wenn nötig, müsse durch eine personelle Verstärkung dafür gesorgt werden, dass sich die Lage im deutschen Einsatzgebiet in Kundus stabilisiert, sagte Kirsch.

Die deutschen Soldaten in Afghanistan hatten ihren neuen Verteidigungsminister wie einen Popstar empfangen: Hunderte Uniformierte drängen sich trotz der nächtlichen Kälte im Innenhof eines Flachbaus im Lager Masar-i-Scharif, wo gewöhnlich Kaffee und Bier ausgeschenkt werden. Doch an diesem Abend heißt die einzige Attraktion Karl-Theodor zu Guttenberg. Mit kieksender Stimme bitten Soldatinnen um ein gemeinsames Foto mit dem Minister, der auf seinem Weg durch die Menge von einem Blitzlichtgewitter verfolgt wird.

Die Truppe rechnet dem 37-Jährigen hoch an, dass er sich nach gerade mal zwei Wochen im Amt schon an den Hindukusch aufgemacht hat. „Man hat das Gefühl: Das ist einer, der hat sich auf das Amt gefreut, der macht das mit Herzblut“, fasst ein 29-jähriger Soldat seinen ersten Eindruck zusammen. „Mich motiviert das auf jeden Fall“.

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