Wie schon im Vorjahr

Kinderbetreuung läuft im Osten besser

Mehr als 40 Prozent der Kleinkinder haben in ostdeutschen Kommunen einen Platz in einer Einrichtung. Daran können sich Städte und Landkreise im Westen ein Beispiel nehmen. Die schlechteste Quote kommt aus Bayern.
9 Kommentare
Ein Kleinkind im Hof einer Kindertagesstätte. Quelle: dapd

Ein Kleinkind im Hof einer Kindertagesstätte.

(Foto: dapd)

WiesbadenOstdeutschland bleibt bei der Betreuung von Kleinkindern Vorreiter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden mitteilte, werden mehr als 40 Prozent aller Kinder unter drei Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut.

Die Betreuungsquote zum Stichtag 1. März 2012 habe in 52 der insgesamt 77 ostdeutschen Landkreise und kreisfreien Städten sogar bei mehr als 50 Prozent gelegen. In mehr als drei Viertel der westdeutschen Landkreise und kreisfreien Städte gab es den Angaben zufolge eine Betreuungsquote zwischen 15 und 30 Prozent.

Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter drei Jahren gab es laut Destatis wie bereits im Vorjahr in Sachsen-Anhalt: An der Spitze lag der Landkreis Jerichower Land mit 63,3 Prozent. Die höchsten Werte bei der Betreuung unter Dreijähriger wurden in Westdeutschland in der baden-württembergischen Stadt Heidelberg mit 40,4 Prozent und in der bayerischen Stadt Coburg mit 40 Prozent erreicht.

Die beiden Städte mit der höchsten Betreuungsquote in Westdeutschland lagen damit aber immer noch unter den niedrigsten Quoten in ostdeutschen Städten und Landkreisen. Die bundesweit geringste Betreuungsquote gab es in der bayerischen Stadt Amberg mit 4,7 Prozent.

 
  • dapd
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9 Kommentare zu "Wie schon im Vorjahr: Kinderbetreuung läuft im Osten deutlich besser"

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  • @eine Frau

    dass in unserem Kulturkreis eine große Zahl von Ehen geschieden werden, ist nun mal Fakt. Die Effizienz einer Familienpolitik bemisst sich aber daran, ob die Kinder trotzdem vernünftig aufwachsen oder nicht.

    vielleicht sieht die Stastik im Westen bezüglich der Alleinerziehenden aber auch nur deshalb besser aus, weil die Ehen der "Wessis" mit muslimischem Migrationshintergrund deutlich stabiler und kinderreicher sind ....

  • im Osten dominieren aber die Einkindfamilien und dort gibt es mehr Alleinerziehendenhaushalte. Steht das für Effizienz??

    und das in DE so viele Kinderlose sind liegt eindeutig an den Männern, die in DE immer waschlappiger werden und Frauen nicht mal mehr ansprechen.

  • Sorry Leute, aber wenn man Eure Kommentare so liest, dann ist das hier wirklich der Tummelplatz der Ahnungslosen!

    Fakt ist, die Bevölkerungs- und Erziehungpolitk kann man kaum schlechter machen als jetzt. Eine katastrophale Geburtenquote, ein unter etnischen/sozialen Gesichtspunkten miserabler Mix der Geburten, völliges Versagen der Eltern und des Staates bei der Erziehung von "Unterschicht"kindern und sozialer Absturz Alleinerziehender sprechen Bände.

    Statt alter Vorurteile sollte men seine Intelligenz bei der Beurteilung der Effizienz der ost- und der westdeutschen Bevölkerungspolitik bemühen.

  • @wirtschaftsweiser
    Sie irren Sich. Die "Arbeitlosen und Untersicht" werden wohl ihre Kinder Zuhause behalten, damit sie wenigsten etwas mehr Geld bekommen.
    Ihre Vermutung trifft eher die anderen Schichten der Gesellschaft.

  • om Osten sind die Kitas und Horte ja auch überlebenswichtig, damit die Arbeitslosen tagsüber in Ruhe und ohne Kinderlärm Unterschichten TV geniessen können.

  • Eine Umfrage vor kurzem hat ergeben, dass 2/3 der Frauen von einer Betreuung für die unter Dreijährigen gar nicths halten.
    Aber man will ja die sozialistische Kindererziehung vom Staat, deswegen wird die4ses Thema so hochgeschaukelt

  • ... dazu verwenden sie aber das Geld der westdeutschen Länder und die haben deshalb kein Geld für eine eigene Betreung. Ach wie sozial !!!

  • Klar, mit Mitteln des Solidarpaktes und des Länderfinanzausgleichs lassen sich so manche sozialen Wohltaten bezahlen für die in den Zahlerländern kein Geld mehr da ist.

  • Kann es vielleicht sein, dass die Quote mit geringem Wohlstand/Armut korreliert?

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