Die Bundeswehr ist in Afghanistan erneut Ziel eines Anschlags geworden. In der Nähe von Kundus sei eine Patrouille in eine Sprengfalle geraten, teilte die Bundeswehr am Dienstag in Berlin mit.
HB BERLIN/KABUL.Deutsche Soldaten seien bei dem Anschlag nicht verletzt worden. Am Sonntag waren zwei Bundeswehr-Soldaten verwundet worden, als sie auf dem Weg zur Bergung eines verunglückten Panzers nahe Kundus unter Beschuss gerieten.
Vor allem die britischen Truppen kämpfen unterdessen mit steigenden Opferzahlen Hindukusch. In den vergangenen sechs Wochen kamen zwölf Briten, aber nur drei Amerikaner ums Leben, obwohl die USA vier mal mehr Truppen im Land haben. "Die vergangenen Wochen über sind die Briten ziemlich hart gegen den Feind vorgegangen. Aber wenn man gegen den Feind vorgeht, kommt man auch in Kontakt mit ihm", sagte der Hauptmann der britischen Marine, Mark Windsor. Die Briten hätten eine schlechte Zeit gehabt. Dafür gebe es aber keinen besonderen Grund außer der rauen Lage in den britischen Einsatzgebieten. Die Gewalt hat zuletzt einen neuen Höchststand seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban 2001 erreicht. Etwa 4000 Menschen, ein Drittel von ihnen Zivilisten, kamen allein in der ersten Jahreshälfte bei Kämpfen zwischen den wiedererstarkten Taliban und den Sicherheitskräften ums Leben. Großbritannien ist mit rund 8300 Soldaten am Hindukusch im Einsatz, die USA mit 31 000 Soldaten. Die britische Armee verzeichnet bisher 133 Tote, bei der US-Armee sind es 629 Tote.



