Wiederwahl als Landeschef
Becks triumphale Rückkehr

Seine Landespartei in Rheinland-Pfalz hat den gefallenen SPD-Bundeschef Kurt Beck mit offenen Armen empfangen: Seine Wiederwahl zum Landesvorsitzenden geriet zum Triumphzug. Sein Wiederantritt geriet auch zur Rechtfertigungsrede in Richtung Berlin.

HB MAINZ. Wäre Kurt Beck gerade zum Bundeskanzler gewählt worden, der Empfang hätte nicht begeisterter ausfallen können: Schon als der gescheiterte SPD-Chef die Mainzer Phönixhalle betritt, springen die Delegierten des rheinland-pfälzischen Landesparteitags auf und der Applaus setzt ein. Ein minutenlanges, rhythmisches Klatschen begleitet Beck auf dem Weg zum Podium.

Rund 1 000 Menschen sind in der Halle anwesend. Neben den 415 Delegierten sind hunderte Gäste gekommen. „Hallo Kurt, schön, dass du hier bist“, „Willkommen hier in Rheinland-Pfalz“ oder „Danke, Kurt“ ist auf Transparenten zu lesen. Der Parteitag trägt den 59-Jährigen auf Händen.

Andere Zeitgenossen hätte so viel Zustimmung vielleicht die Tränen in die Augen getrieben, aber Beck neigt nicht zur Rührseligkeit. Und so hält er sich nicht lange mit Dankesreden an die rheinland-pfälzischen Parteifreunde auf, sondern nutzt die Gelegenheit, seinen Genossen in Berlin einiges ins Stammbuch zu schreiben. Es ist zugleich eine Rechtfertigungsrede.

„Ich will und werde mir nicht einreden lassen, dass es ein Vorteil in der Politik sei, wenn man den Umgangsstil des Wolfsrudels miteinander pflegt“, sagt Beck. Es sei ein Umgangsstil von vorgestern: „Wir sollten ihn überwinden.“ Becks Worte verraten viel über seine Befindlichkeit.

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