Wiesbaden
Druck-Tarifkonflikt beigelegt

Der Tarifkonflikt in der Druckindustrie ist beigelegt. "Wir haben ein Ergebnis erzielt", berichtete der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi am Donnerstagmorgen in Wiesbaden nach rund 22 Stunden Verhandlungen.

HB WIESBADEN. Der Flächentarifvertrag bleibe ebenso erhalten wie die 35-Stunden-Woche, hieß es vonseiten der Gewerkschaft. Dafür habe man Zugeständnisse beim Lohn machen müssen: Es seien in 24 Monaten zwei Erhöhungen um je 1 Prozent vereinbart worden.

Der Arbeitgeber-Bundesverband Druck und Medien (bvdm) erklärte, er habe nicht alles erreicht, was er sich vorgenommen habe. In wesentlichen Punkten gebe es aber Erleichterung für die Betriebe.

Mit der Vereinbarung von Arbeitszeitkonten und der Ausweitung der Samstagsarbeit kann die Produktion künftig flexibler gestaltet werden, so der bvdm. Außerdem seien Abschläge bei Zuschlägen und Freischichten erreicht worden. Der Verdi-Verhandlungsführer verbuchte als Erfolg der Gewerkschaft, dass auch künftig Weihnachts- und Urlaubsgelder im Tarifvertrag festgeschrieben werden. Dem Verhandlungsergebnis muss noch die Tarifkommission zustimmen.

ver.di hatte für die rund 200 000 Beschäftigten der Branche 3,7 Prozent mehr Geld gefordert. Außerdem war über den Manteltarif verhandelt worden. Hauptstreitpunkt war die Forderung des bvdm nach betrieblichen Öffnungsklauseln, damit Unternehmen die Arbeitszeit auch ohne Lohnausgleich von 35 auf bis zu 40 Wochenstunden verlängern können.

Der Tarifkonflikt war in den vergangenen Wochen von wiederholten Warnstreiks begleitet. Dadurch wurde unter anderem die Produktion des Handelsblatts eingeschränkt.

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