Wikileaks-Affäre
US-Botschafter wird im Bundestag vorstellig

Die Einschätzungen deutscher Politiker durch US-Botschafter Philip Murphy haben für allerlei Wirbel gesorgt. Kommende Woche wird Murphy am Rande eines informellen Treffens im Bundestag erwartet – bohrende Fragen inklusive.
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HB BERLIN. US-Botschafter Philip Murphy wird sich am kommenden Mittwoch mit deutschen Parlamentariern treffen. Ein Sprecher der US-Botschaft bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag auf Anfrage, dass Murphy eine Einladung der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe im Bundestag angenommen habe. Allerdings werde er nicht vor dem Auswärtigen Ausschuss sprechen, wie dies die „Rheinische Post“ gemeldet hatte.

Offizielles Thema des informellen Treffens sind die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Erwartet wird von Abgeordneten, dass Murphy aber auch viele Fragen zu den Veröffentlichungen von WikiLeaks beantworten muss. WikiLeaks hatte in Zusammenarbeit mit einigen Medien Tausende vertrauliche und geheime Berichte amerikanischer Diplomaten veröffentlicht, in denen auch deutsche Politiker beurteilt werden. In der FDP-Zentrale wurde diese Woche der Büroleiter von Parteichef Guido Westerwelle entlassen, weil er der US-Botschaft systematisch Informationen über die Koalitionsverhandlungen von Union und FDP zugetragen haben soll. Dies wurde durch eine veröffentlichte Depesche bekannt.

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  • Ach komm, wenn der sagt, die bundesregierung solle sich bei jedem Schritt (und jeder Frage) genau überlegen, ob das Kosequenzen auf die beziehung USA-Deutchland haben könne, dann kneifen doch eh' alle den Wirbelfortsatz ein.

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