Will-Talk zur Piratenpartei
„Wo ist Ihre Augenklappe?“

Deutschland rätselt über die Piratenpartei: Bei Anne Will wurde laut gelacht - und die Gründe für ihren Erfolg auch ohne hartnäckige Fragen anschaulich. Von den nautischen Klischees wurde man aber ganz seekrank.
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BerlinLiegt es wirklich nur am Internet? Nicht nur Berlin, ganz Deutschland rätselt. Die Piratenpartei, die bislang niemand ernsthaft auf dem Schirm hatte, holte bei der Wahl in der Hauptstadt aus dem Stand neun Prozent. Geht es hier wirklich nur um Netzpolitik? Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass 130.000 Berliner ohne Vorwarnung ihr Kreuz bei einer obskuren Splittergruppe gemacht haben? Wofür stehen die Partei konkret? Es gibt eine Menge Klärungsbedarf. Und so versammelte Anne Will in dieser Woche eine Expertenrunde zur gemeinsamen Suche nach Antworten.

Das Problem war nur, dass sie niemand so genau kennt, auch die Piraten selbst sind sich noch unsicher. Trotzdem gelang es der Sendung, die Gründe für ihren Sensationserfolg anschaulich zu machen. Das lag allerdings nicht daran, dass die Moderatorin die Antworten mit geschickten Fragen hervorgekitzelt hätte. Vielmehr offenbarten die Politiker in der Runde die Ursachen für den rapiden Vertrauensverlust in die etablierten Parteien von ganz alleine.

Anne Will bewies indessen, wie wenig sie selbst mit dem Phänomen anfangen kann. Die Unbeholfenheit zeigte sich schon im Titel: „Piraten entern Deutschland – Meuterei auf der ,Deutschland‘“. In der Folge brachte sie so viele nautische Klischees und plumpe Seeräuber-Anspielungen, dass man vom Zuhören ganz seekrank wurde.

Die erste Frage, die Anne Will an Christopher Lauer richtete, der gerade für die Piratenpartei ins Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen ist, lautete allen Ernstes: „Wo ist Ihre Augenklappe?“ Lauer antwortete etwas verstört: „Ja, wo soll die sein.“ Dann wurde in einem eingespielten taiwanesischen Manga-Video das Programm der Partei zusammengefasst: Die Piraten treten nicht nur für ein freies Internet ein, sondern auch für die Legalisierung von Cannabis, Transparenz, ein bedingungsloses Grundeinkommen und freie Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Kommentare zu " Will-Talk zur Piratenpartei: „Wo ist Ihre Augenklappe?“"

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  • Obwohl es bei der FDP als letzte Hoffnung eine Frau L-S gibt, ist das Wort Freiheit dort nur eine leere Hülse. Diese Partei hat Ihre Seele an Mephisto ... ähh Merkel verkauft und ist zur Lobby-Partei verkommen. Auch wenn sie in Sachen Griechenland mehr als richtig liegt.

    Und die Machthaberin bei den "Christen" nimmt mitnichten "den Zehnten" sondern allein an MWSt 19% und ist unfähig oder unwillig den Staat zu verschlanken.

    Dazu immer kompliziertere Steuergesetze. Damit der Bürger hilfloser wird, dürfen Steuerberatungskosten nicht mehr abgesetzt werden, - und Fragen an das Finanzamt wurden gebührenpflichtig. So wird der Bürger weiter gefesselt.

    Volksabstimmungen auf Bundesebene? Zu dieser Frage nahmen in Internet fast alle MdB Stellung, auch alle Fraktionsvorsitzenden, - nur Merkel nicht! Soll ich jetzt sie oder ihre Liste wählen?

    Aber man sollte nicht glauben, daß die Prediger sozialer Gerechtigkeit besser sind, jemals waren oder jemals sein werden. Oberflächliche Klagen der Neidgeneratoren wie "die Schere zwischen Arm und Reich.." kennen alle, aber niemand darf erklären, daß diese Erscheinungen fast immer eine natürliche Folge ist, von mehreren Eigenschaften wie Intelligenz und Fleiß, - oder deren Abwesenheit. Alles Lamento aus der Sozial-Ecke hat nur den einen Zweck: gebt uns mehr Geld zur Umverteilung, damit wir noch wichtiger werden.

    Die Partei von Fischer, Roth & Trittin ermöglicht uns nur eine teure, grüne Diktatur auf zweifelhaften, teilweise gefälschten Grundlagen. Das EEG kommt uns jetzt schon viel zu teuer .

    Ich will aber keine Zwangsernährung mit staatlichen Glücksbrei, sondern Freiheit. Was bleibt sind nur die Piraten. Es ist kein Protest, die Piraten sind die einzige Alternative.

  • Allgemeine Anforderungen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kostadt

    Die Landverschwendung:
    http://vauban.de/rundgang/index.html

    Die Stadt der kurzen Wege:
    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/195/2/

  • Christopher Lauer ist seit Mitte Mai nicht mehr der politische Geschäftsführer der Piratenpartei

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