"Wir müssen uns jetzt auf Sachfragen konzentrieren“
Söder will sich in Kanzlerfrage noch nicht festlegen

Forderungen aus den Reihen der CDU, CSU-Chef Edmund Stoiber müsse seinen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur 2006 erklären, hat CSU-Generalsekretär Markus Söder zurückgewiesen.

HB BERLIN. Die Kanzlerfrage jetzt schon zu stellen, komme zu früh, sagte Söder am Montag im Bayerischen Rundfunk. „Das ist Unsinn. Wir müssen uns jetzt auf Sachfragen konzentrieren.“ Auch CDU-Chefin Angela Merkel und Stoiber seien sich einig, „dass nur mit gemeinsamer Politik und dann aber auch relativ kurz Anfang des Jahres 2006 diese Personalentscheidung diskutiert werden kann“. Eine Einigung zwischen CDU und CSU über den Kurs bei der Reform der Gesundheitssysteme gebe es noch nicht. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte Söder. Der von der CSU geforderte einkommensabhängige Zuschlag sei noch nicht vom Tisch.

Am Wochenende hatten die Vorsitzenden mehrerer nord- und ostdeutscher CDU-Landesverbände Merkel gestützt und Stoiber aufgefordert, seinen Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur 2006 zu erklären. Stoiber hatte dies eine überflüssige Personaldiskussion genannt, die von den wahren Problemen Deutschlands ablenke. Merkel hatte Stoiber bei der Bundestagswahl 2002 den Vortritt bei der Kandidatur gelassen.

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