Deutschland
Wirtschaft fordert Handelsbeauftragten in Bundesregierung

Nach dem Vorbild anderer EU-Staaten soll auch Deutschland einen Handelsbeauftragten in der Bundesregierung erhalten. Das fordert Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) im Handelsblatt-Interview.

BERLIN. „Eine Möglichkeit wäre, die zur Zeit über mehrere Ministerien verstreuten Zuständigkeiten an einer Stelle in der Regierung zu konzentrieren“, sagte Thuman. Der Handelsbeauftragte sollte als Staatsminister Kabinettsrang erhalten und die Themen Handel, Direktinvestitionen und Weltwirtschaftsgipfel innerhalb der Bundesregierung koordinieren. Angesiedelt werden sollte er im Kanzleramt oder im Wirtschaftsministerium. Zur Zeit sind mehr als 200 Ministerialbeamte in Wirtschafts-, Justiz-, Agrar- und Entwicklungsministerium sowie dem Auswärtigen Amt mit verschiedenen Fragen der Außenwirtschaft beschäftigt.

„Für ein Land wie Deutschland, das so sehr auf Exporte angewiesen ist, ist dies zwingend notwendig“, sagte Thumann. „Andere EU-Staaten und auch die Brüsseler Bürokratie sind uns bei der Interessenvertretung in handelspolitischen Fragen häufig stark überlegen.“ Der BDI, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) seien sich in dieser Analyse einig. „Uns fehlt es eben an einem kompetenten „One-stop-shop“, wenn es etwa bei WTO-Verhandlungen oder Handelsstreitigkeiten plötzlichen Entscheidungsbedarf gibt“, kritisierte Thuman.

Das vollständige Interview mit Jürgen Thumann lesen Sie am Montag im Handelsblatt.

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