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16.07.2008 
Neues Finanzierungsmodell

Wirtschaft fordert Studiengebühr von 1000 Euro

Zur Verbesserung der Lehre an den Hochschulen haben die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine Studiengebühr von 1 000 Euro pro Jahr gefordert. Sie plädieren auch für einen von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Gutscheinpool.

HB BERLIN. Bei der Präsentation eines neuen Finanzierungsmodells für die Hochschulen sprachen sich die Verbände am Mittwoch in Berlin zudem für ein bundesweites Studienfinanzierungssystem aus. Dieses soll ein monatliches Bildungsbudget für jeden Studierenden, gezielte BAföG-Zuschüsse für sozial Schwächere sowie günstige Studienkredite für alle umfassen.

Ziel sei es, ein Studium ohne Nebenjobs und Elternunterstützung möglich zu machen, hieß es. Darüber hinaus schlugen die Verbände einen von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Gutscheinpool von fünf Milliarden Euro vor. Aus ihm sollen die Studierenden Gutscheine erhalten, die sie an ihrer Hochschule einlösen. Die gemeinsame Finanzierung solle verhindern, dass ein Land kostenneutral von den gut ausgebildeten Absolventen aus anderen Bundesländern profitiert.

Das Finanzierungsmodell wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Bundesverband Deutscher Industrie (BDI), dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam entwickelt.

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