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23.05.2008 

Köhler ist ausgesprochen beliebt. In Umfragen sprechen sich regelmäßig fast 80 Prozent der Bürger für ihn aus, darunter auch die Mehrheit der SPD-Wähler.

Der CSU-Landesgruppenvorsitzende Peter Ramsauer warnte die Sozialdemokraten davor, Schwan gegen Bundespräsident Horst Köhler ins Rennen zu schicken. „Das hat nicht nur für das Klima in der Großen Koalition eine weiter einfrierende Wirkung, sondern spaltet auch die deutsche Öffentlichkeit“, sagte der CSU-Politiker dem „Tagesspiegel“. Eine eigene Kandidatin gegen ein amtierendes Staatsoberhaupt aufzustellen sei „eine Trotzreaktion gegen die große Mehrheit der Deutschen“.

Vor einigen Wochen sah Beck dies noch ähnlich. Intern sprach er sich da noch gegen eine SPD-Kandidatur aus und begründete dies mit der Achtung vor dem Amt des Staatsoberhauptes. Im Laufe dieser Woche rückte Beck aber davon ab: Der Parteivorstand, in dem die Linke die Mehrheit hat, solle entscheiden.

Ramsauer drohte indirekt mit Konsequenzen für den Bestand der Koalition: „Die SPD kann kein Interesse an Neuwahlen haben. Das wäre schlimmer als russisches Roulette.“

Köhler sagte mit Blick auf die SPD-Konkurrentin, er fürchte keinen „demokratischen Wettbewerb“. Er werde aber keinen Wahlkampf führen. Schwan selbst, die 2004 gegen Köhler nur knapp unterlegen war, äußerte sich nicht. Die Bundesversammlung kommt am 23. Mai 2009 zusammen. Derzeit haben Union und FDP zusammen eine knappe Mehrheit. Sie könnte bei der bayerischen Landtagswahl im September verlorengehen.

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