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Wirtschaft und Finanzen: Merkel will keinen Superminister

Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel hat die Idee verworfen, im Falle eines Wahlsiegs ein Superministerium aus Wirtschaft und Finanzen einzurichten.

HB BERLIN. Merkel sagte dem "Stern", jeder sehe, "dass der Finanzminister so ausgelastet ist, dass ich mir nur schwer vorstellen kann, Finanzen, Wirtschaft und Arbeit in ein Ressort zu packen". Es gebe gute Gründe, Wirtschaft und Arbeit beisammen zu lassen.

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Für den Posten war der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber gehandelt worden. Merkel versicherte, sie könne gut damit leben, dass Stoiber erst nach der Wahl über einen Wechsel nach Berlin entscheiden wolle: "Das brauche ich nicht zu wissen, und ich habe volles Verständnis dafür, dass er sich erst nach der Wahl entscheidet." Posten könnten erst nach einer gewonnenen Wahl und nach Koalitionsverhandlungen verteilt werden.

Indirekt kritisierte Merkel Stoiber wegen dessen umstrittener Aussagen zu ostdeutschen Wählern. Auf die Frage, wie sie weitere Attacken Stoibers gegen die Ostdeutschen verhindern und den Zorn im Osten besänftigen wolle, sagte die CDU-Vorsitzende: "Ich will altes Denken zwischen Ost und West überwinden. 15 Jahre nach der Wiedervereinigung müssen wir bestehende Gegensätze hinter uns lassen." Die Wahl werde nicht in einem Teil Deutschlands gewonnen oder verloren. "Wahlen gewinnt man in ganz Deutschland."

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