Wirtschaftsforscher
Arbeitslosenbeitrag kann sinken

Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) erwirtschaftet die Bundesagentur für Arbeit ab 2015 wieder Milliardenüberschüsse. Daher sollte der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden.
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DüsseldorfDie Bundesagentur für Arbeit (BA) wird ihre Milliardenrücklage voraussichtlich nicht antasten müssen. Obwohl Deutschland im Winterhalbjahr 2012/13 nur haarscharf an einer Rezession vorbeirutschte, wird die BA in diesem Jahr mit ihren laufenden Einnahmen auskommen. Dies zeigen Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), über die das Handelsblatt berichtet.

Laut den Berechnungen wird die BA dieses Jahr 170 Millionen und kommendes Jahr 250 Millionen Euro Überschuss erzielen. Angesichts der wieder anziehenden Konjunktur und der deutlich sinkenden Arbeitslosigkeit rechnet IfW-Finanzexperte Alfred Boss ab 2015 wieder mit Milliardenüberschüssen bei der Nürnberger Behörde.

„2015 werden die Einnahmen der BA ihre Ausgaben um 1,38 Milliarden Euro übersteigen – Tendenz steigend“, sagte Boss. Daher sollte die Bundesregierung den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von bislang drei Prozent des Bruttolohns 2015 auf 2,8 Prozent senken. Das würde die absehbaren Mehrbelastungen für Bürger und Wirtschaft durch einen steigenden Pflegebeitrag ausgleichen.

Das Kieler Institut erwartet zwar, dass die Arbeitslosigkeit dieses Jahr leicht um 37.000 auf 2,934 Millionen Menschen steigen wird. Doch dürfte der Höhepunkt bereits im zweiten Quartal 2013 erreicht worden sein. Mittelfristig sehen die Volkswirte einen deutlichen Rückgang. 2018 wird es voraussichtlich nur noch knapp zwei Millionen Arbeitslose geben.

Kommentare zu " Wirtschaftsforscher: Arbeitslosenbeitrag kann sinken"

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  • Na, wenn der Arbeitslosenbeitrag sinken kann, dann kann der Rentenbeitrag ja wieder steigen und der Nachhaltigkeitsfaktor entsprechend ausgesetzt werden! In den 90ern haben Horst Köhler, Waigel, Blüm und Kohl jedenfalls die Rentenkasse geplündert, um dort Arbeitslose zu verstecken und im Vorwahlkampf für 1998 die Statistik zu schönen. Und siehe da, das Märchen der ruinierten Rentenkassen ward geboren. Und um die Dramatik des Märchens zu untermalen, wurden abwechselnd die Schreckgespenster "Generationengerechtigkeit", Lohnnebenkosten und Fachkräftemangel bemüht. Aktuell ist grad die Begründung Fachkräftemangel "in" und soll dafür herhalten, dass das Rentenalter von 67 noch weiter erhöht wird.

  • Wieder unsere selbsternannten "ALLESWISSER" , die wie immer, zeitnah IHRE "Erkenntnisse" und Berechnungen, wieder revidieren müssen, meistens !

    Aber als LOBBY-VERBAND möchte man die KOSTEN für Unternehmen natürlich senken ! Verständlich Ihr Kurzsichtigen !!!

  • O-Ton Handelsblatt
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    Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) erwirtschaftet die Bundesagentur für Arbeit ab 2015 wieder Milliardenüberschüsse.
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    Vorausberechnungen kleiner Überschüße oder Unterschüsse einer Behörde mit einem 35 Milliarden Haushalt sind außerordentlich sensitiv gegenüber den Eingangsdaten.

    Wir brauchen bloß einen US-Angriff auf Syrien, oder einen israelischen Angriff auf den Iran, oder ein militärisches Abenteuer Hollandes in seinem Restimperium das schief geht, oder politische Unruhen in China, und all diese Prognosen sind Makulatur.

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