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Wirtschaftskriminalität: Unternehmen in Hessen betrügen am häufigsten

Viele Unternehmen in Deutschland werden Opfer von Bestechung, Betrug oder Unterschlagung. Einer neuen Studie zufolge sind jedoch nicht alle Bundesländer von der um sich greifenden Wirtschaftskriminalität gleichermaßen betroffen: Leidet im Osten nur jedes dritte Unternehmen an Wirtschaftskriminalität, ist die Zahl in Hessen ungleich größer.

FRANKFURT. Nirgendwo wird soviel betrogen wie in hessischen Unternehmen. Und nirgendwo ist der Schaden größer als in Nordrhein-Westfalen: rund 2,43 Millionen Euro je Fall. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers bei einer Umfrage unter 1 166 Unternehmen in Deutschland.

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Danach wurde in den vergangenen zwei Jahren im Durchschnitt fast jedes zweite Unternehmen Opfer von Bestechung, Betrug oder Unterschlagung. Allerdings sind nicht alle Bundesländer gleichermaßen betroffen: Im strukturschwachen Osten Deutschlands leidet nur jedes dritte Unternehmen unter Wirtschaftskriminalität, in Hessen sind es dagegen 60 Prozent.

Auch die Art der Wirtschaftskriminalität schwankt von Bundesland zu Bundesland. In Hessen handelt es sich meist um Geldwäsche. Firmen in Baden-Württemberg hingegen kämpfen vor allem gegen Korruption bei Geschäften in China. "Die Unterschiede lassen sich durch die spezifische Wirtschafts- und Unternehmensstruktur erklären", sagt PWC-Kriminalitätsexperte Steffen Salvenmoser. Banken zögen nun einmal Geldwäsche-Probleme an, exportorientierte Unternehmen seien häufiger als andere von Korruption im Ausland betroffen.

Meist hilft der Zufall, die dunklen Geschäfte ans Licht zu bringen. Hinweise auf krumme Touren kommen vor allem von Mitarbeitern und Geschäftspartnern, aber auch von Konkurrenten.

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