Wirtschaftskrise
Krankenstand wegen Jobangst auf Rekordtief

Die Wirtschaftskrise hat einen ungeahnten Nebeneffekt: Aus Angst vor Jobverlust melden sich immer weniger Deutsche krank. Laut Medinbericht erreichte der Krankenstand im ersten Quartal dieses Jahres trotz Grippewelle den niedrigsten Stand in den ersten drei Monaten eines Jahres seit der Wiedervereinigung.

HB BERLIN. Der Krankenstand in deutschen Betrieben sei zwischen Januar und März trotz Grippewelle auf den niedrigsten Stand eines Jahresanfangs seit der Wiedervereinigung gesunken, heißt es in einem Bericht der „Welt“ (Samstagausgabe) laut Vorabbericht unter Berufung auf die jüngsten Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Die Arbeitnehmer fehlten demnach im ersten Vierteljahr durchschnittlich lediglich 3,26 Prozent der Sollarbeitszeit oder 1,8 Arbeitstage.

Arbeitsmarktexperten machen vor allem die steigende Jobangst in Zeiten der schweren Wirtschaftskrise für die sinkenden Krankenstände verantwortlich. Vor zehn Jahren lag der Krankenstand im ersten Quartal nach Angaben des Blattes mit 4,4 Prozent der Sollarbeitszeit noch um 25 Prozent höher. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Krankenstand Anfang dieses Jahres um fünf Prozent gesunken.

Mit Blick auf die Wirtschaftskrise sagte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit, Joachim Möller, der Zeitung: „Tendenziell sinken in solchen Zeiten die Krankenstände.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%