Wirtschaftsminister Clement besucht Subkontinent
Deutsche Industrie setzt verstärkt auf Indien

Die Liste hochrangiger Politiker und Manager, die den Weg aus Deutschland nach Indien finden, verlängert sich stetig: Heute trifft Wolfgang Clement zu einem zweitägigen Besuch in Neu Delhi ein. In jüngster Zeit haben dort der Bundeskanzler, seine Minister für Äußeres, Finanzen und Bildung sowie Oppositionsvertreter wie Edmund Stoiber und Roland Koch Station gemacht – fast immer mit großen Wirtschaftsdelegationen im Schlepptau.

HB NEU DELHI. Natürlich reist auch Clement nicht ohne einer Entourage aus hochrangigen Wirtschaftsvertreter. Denn angesichts hoher Wachstumsraten, ungesättigter Märkte, einer vorteilhaften Demographie und der Stabilität seines demokratischen Systems tritt Indien langsam aus dem Schatten seines großen Nachbarn China.

Der deutsch-indische Handel wuchs im Vorjahr um 22,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 6,2 Mrd. Euro. Dank florierender Maschinen-Exporte stiegen Deutschlands Aus-fuhren mit 35 Prozent besonders stark, auf 3,3 Mrd. Euro. Sie profitieren von einem deutlich anziehen-den Investitionszyklus in Indien. Allerdings hinkt der Warenaustausch dem Chinahandel nach wie vor weit hinterher. Das offizielle Ziel, den bilateralen Handel mit Indien bis in fünf Jahren auf zehn Mrd. Euro zu steigern, hält Bernhard Steinrücke angesichts des Aufholpotenzials „für viel zu tief gegriffen“. Für den Leiter der deutsch-indischen Handelskammer liegen 15 Mrd. Euro in Reichweite. Steinrücke erkennt auch in Deutschland eine „Trendwende“ in der Wahrnehmung Indiens. „Die deutschen Direktinvestitionen werden deutlich anziehen und sich binnen zweier Jahren mindestens verdoppeln.“ Ein Handelsdiplomat sieht die Lage ähnlich und raunt von „großen Plänen“, die in den Schubladen deutscher Konzerne lägen.

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