Wirtschaftsweiser begrüßt Bewegung beim Thema
Welchen Mindestlohn Rürup für den richtigen hält

Der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Bert Rürup, hat eine „vorurteilsfreie Diskussion“ über einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn gefordert. „Ich finde es erfreulich, dass die Fronten in der Mindestlohn-Diskussion beginnen, sich aufzulockern“, sagte der Wirtschaftsweise dem Handelsblatt. Welche Höhe ihm für den Mindestlohn vorschwebt.

BERLIN. Rürup begrüßte ausdrücklich Äußerungen von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und des Vorsitzenden des CDU-Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, die sich in Interviews für einen niedrigeren flächendeckenden Mindestlohn als Alternative zu den derzeitigen Branchenlösungen ausgesprochen hatten.

Rürup plädierte für einen allgemeinen Mindestlohn von etwa 4,50 Euro pro Stunde. Dadurch werde jedem alleinstehenden Vollzeitbeschäftigten ein Arbeitseinkommen garantiert, das dem Existenzminimum entspricht, sagte er: „Es ist wichtig, mit einem moderaten Mindestlohn zu beginnen, um negative Beschäftigungseffekte weitestgehend zu vermeiden.“

Rürup lehnte die von Steinbrück angedeuteten sieben Euro als „zu hoch“ ab. Zugleich warf er der Unionsspitze, die gesetzliche Mindestlöhne grundsätzlich ablehnt, eine falsche Taktik vor: "Wenn sie Pech hat, bekommt sie die schlechteste aller Welten.“ Dann komme nämlich beides: „Ein gesetzlicher Mindestlohn und ein Flickenteppich höherer Branchen-Mindestlöhne.“

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