Wissenschaftler empört
Familienministerin blamiert sich mit eigener Studie

Eine vom Familienministerium in Auftrag gegebene Studie zu Zwangsverheiratungen sorgt für Wirbel. Nicht etwa wegen der Ergebnisse, sondern weil Ministerin Schröder recht eigentümliche Schlussfolgerungen zieht.
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DüsseldorfGut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Und manches Mal kann es peinlich werden oder, wie im Fall von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sogar gefährlich, wenn Ergebnisse einer pikanten Studie eine komplett falsche Interpretation erfahren. So geschehen mit der von Schröder in Auftrag gegebenen Untersuchung „Zwangsverheiratung in Deutschland – Anzahl und Analyse von Beratungsfällen“. Anfang November wurde das Werk der Öffentlichkeit vorgestellt. Kurz zuvor hatte Schröder jedoch in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) bereits einige zentrale Punkte herausgegriffen und auf ihre Weise gedeutet. Das hätte sie besser nicht tun sollen. Denn die Verfasser der Studie toben jetzt.

Aus der Handelsblatt Online vorliegenden Stellungnahme der Wissenschaftler geht hervor, dass sowohl im wissenschaftlichen Beirat als auch im wissenschaftlichen Workshop vor möglichen Fehlwahrnehmungen, stereotypen Interpretationen und etwaigen politischen Instrumentalisierungen der Studie gewarnt wurde. Umso überraschter reagieren nun die Autoren der Expertise, Heiner Bielefeldt, Yildiz Demirer, Nivedita Prasad und Monika Schröttle, auf die Einlassungen Schröders. „Dass ausgerechnet die Auftraggeberin der Studie verzerrende Interpretationen wichtiger Befunde in der Öffentlichkeit verbreitet, ist für alle Beteiligten, die viel ehrenamtliche Arbeit in die Beratung der Studie investiert haben, mehr als bedauerlich“, schreiben sie.

So behaupte Schröder in dem FAZ-Beitrag, dass nach Angaben der von Zwangverheiratung Betroffenen 83,4 Prozent der Eltern Muslime seien. „Diese Behauptung ist schlichtweg falsch, denn Betroffene von Zwangsverheiratung sind zu keiner Zeit im Rahmen dieser Studie direkt befragt worden“, unterstreichen dagegen die Wissenschaftler. Es handele sich bei der genannten Zahl vielmehr um das Ergebnis einer Befragung von Menschen, die in Beratungseinrichtungen tätig seien. Diese hätten Auskunft über Fälle von Zwangsverheiratung gegeben.

Schröder wies Kritik scharf zurück. “Wer den gemachten Angaben die Zuverlässigkeit abspricht und sie als Vermutung abtut, wirft damit praktisch den Beratungsstellen vor, leichtfertig oder vorsätzlich falsche Angaben gemacht zu haben. Gegen diesen Vorwurf nehmen wir die Beratungsstellen ausdrücklich in Schutz", sagte Schröders Sprecher Christoph Steegmans Handelsblatt Online. „Die Bundesfamilienministerin ist nicht bereit, die Ergebnisse der Studie und die Leidensgeschichten der Opfer von egal welcher Seite verharmlosen, verschleiern oder umdeuten zu lassen.“

Das Ministerium gehe zudem davon aus, dass die Wissenschaftler alle Daten und Zahlen selbstverständlich wissenschaftlich belastbar erhoben haben. „Dass jetzt einige Beteiligte versuchen, bestimmte Forschungsergebnisse mit Hinweis auf Erhebungsmethoden zu relativieren und den Beratungsstellen unsaubere Dokumentationen vorzuwerfen, wird der menschlichen Tragödie, die hinter jedem dieser Fälle steckt, leider nicht gerecht“, sagte Steegmans.

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  • zu 01.12.2011, 14:27 Uhr felixhenn: das dürfte von dir nur verharmlosend sein. Tatsächlich ist es noch schlimmer: Ein Cem Özdemir (Grüner ) ist Moslem (soweit ich weiß) und hat jetzt gegen Schröder auf die Pauke. Als Moslem und dme Koran zur Folgsamkeit verpflichtet, darf er andersdenkende und andersgläubige anlügen und verarschen.Das ist seine Pflicht als Moslem..Zitate:"9. Die Ungläubigen sollen bei Bedarf getäuscht und belogen werden (taqiyya) Durch die Möglichkeit ja sogar die Pflicht, Ungläubige zu belügen und zu täuschen, wenn es der Expansion der Umma dient, werden folgende Charakteristika der islamischen Doktrin offenbar: ...""► taqiyya: Krieg, Frieden und Täuschung im Islam 10. Ungläubige sind verstandeslos" der Islam, der Koran und Muslime sind vom Hass und Gewalt aus dem Koran und den Ausführungen dazu erfüllt, dass sie Menschenrechte, Grundrechte der anderen bewußt missachten und Andersgläubige und Andersdenkende morden. massakrieren und umbringen."-" Özdemir ist nicht zu trauen, da er lügen darf und muss.






  • walknau: etwas verwirrt , oder. Ich mag die Frau zwar auch nicht, aber wo sie recht hat hat sie recht.deshalb solltest du dich mit den fakten befassen und dann erst reden.Warum darf man eigentlich gegen Muslime nichts sagen,auch wenn es hundert Mal richtig ist . Hier noch einige Zitate:". Der Prophet war ein Kriegsverbrecher , hat eine 9-Jährige geheiratet, hat 27 (?) Kriege geführt, nach heutigen Massstäben ein höchst Krimineller und größter Verbrecher ! --- "."Iran will Konvertiten töten"-"Mohammed-Karikaturisten"-"9. Die Ungläubigen sollen bei Bedarf getäuscht und belogen werden (taqiyya)"-"??":„Auch wenn es die meisten Muslime nicht wahrhaben wollen, der Terror kommt aus dem Herzen des Islams, er kommt direkt aus dem Koran. Er richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Korans leben und handeln, also gegen Demokraten, abendländisch inspirierte Denker und Wissenschaftler, gegen Agnostiker und Atheisten. Und er richtet sich vor allem gegen Frauen.“ (Zafer Senocak, türkischer Schriftsteller) Ungläubige (Menschen zweiter Klasse) Untermenschen (Ungläubigen).;14. Alle Juden sind Affen und Schweine" Alles Zitate aus Koran und Exegese Der Islam und Muslime sind im Grunde Lügner und Terroristen, wenn man den Koran und die Exegesen als Hauptquelle hernimmt. " Ich kann dir noch tausende Zitate bringen, die die Gewaltverherrlichung , Hass und Hetzerei gegen Andersgläubige, Andersdenkende des Korans und der Muslime belegen.

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