"Wohnungskäufer haben soziale Verantwortung"
Schröder droht Finanzinvestoren mit stärkerer Kontrolle

Ausländisches Kapital von so genannten Hedge-Fonds soll in Deutschland stärker kontrolliert werden.

HB KIEL. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) warnte am Freitag auf dem Deutschen Mietertag in Kiel die Hedge-Fonds davor, anonym Firmen aufzukaufen und nach kurzer Zeit durch den Verkauf eines Teils des Unternehmens das ganze Geschäfts zu finanzieren. Wenn diese Fonds nicht transparent seien, „da wird man dann ganz genau hingucken müssen“, sagte der Kanzler.

Schröder sprach sich vor den rund 600 Delegierten der größten deutschen Mieterorganisation für einen ausreichenden Mieterschutz beim Verkauf von Wohnungen an Finanzinvestoren aus. Wohnungen seien ein Wirtschaftsgut. Dies bedeute aber nicht, dass sie auch Spekulationsobjekte seien. „Käufer haben eine soziale Verantwortung“, sagte der Kanzler. Dies gelte für den Einzelnen genauso wie für Unternehmen oder Kapitalgesellschaften. „Ein Verkauf ist nur verantwortbar, wenn der Mieterschutz ausreicht.“

Er griff damit Kritik der Mieterbund-Präsidentin Anke Fuchs auf, die den Verkauf kommunaler Wohnungen an Kapitalanlagegesellschaften kritisierte. „Bezahlbarer Wohnraum wird so Mangelware“, sagte Fuchs. Mit dem Verkauf des kommunalen Tafelsilbers werde das Angebot an bezahlbaren Wohnungen verringert. „Stoppt den Ausverkauf an internationale globalisierte Finanzhaie“, forderte die Präsidentin der Mieterschutzorganisation.

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