Wolfgang Schäuble zu Tsipras
„Die Griechen tun es nicht für uns“

Wolfgang Schäuble contra Alexis Tsipras: Der Finanzminister lehnt den vom Linkspolitiker geforderten Schuldenerlass für Griechenland ab. Mit den Schulden habe das Land kein Problem, sagt Schäuble – und ermahnt Tsipras.
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Berlin/HamburgBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnt einen vom griechischen Oppositionsführer Alexis Tsipras geforderten Schuldenerlass für das hoch verschuldet Land ab. „Diese Frage stellt sich nicht“, sagte der CDU-Politiker in einem am Freitag vorab verbreiteten „Spiegel“-Interview. Das Land habe große Fortschritte gemacht. Die Wirtschaft wachse schneller als in vielen anderen Euro-Staaten. „Griechenland hat mit seinen Schulden derzeit kein Problem“, sagte Schäuble dem Magazin.

Die Griechen wählen am 25. Januar ein neues Parlament. In den Wahlumfragen liegt die linke Partei Syriza unter Tsipras' Führung derzeit vorn. Syriza will das Land in der Euro-Zone halten, lehnt die Reformauflagen aber ab, die das Land mit seinen Euro-Partnern, dem IWF und der EZB im Gegenzug für Finanzhilfen von rund 240 Milliarden Euro vereinbart hat.

Außerdem fordert er einen weitgehenden Schuldenerlass, um die drückende Schuldenlast von über 170 Prozent des griechischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu verringern.

Schäuble sagte dem „Spiegel“, auch die nächste Regierung in Athen müsse den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen und sich an die Vereinbarungen halten. „All das ist schließlich im Interesse der Griechen. Sie tun es ja nicht für uns, sondern für sich selbst“, sagte Schäuble. Die Politiker in Griechenland müssten darauf achten, dass sie nicht vor der Wahl mehr versprechen, als sie hinterher halten könnten, mahnte der Finanzminister.

Wolfgang Schäuble äußerte sich im „Spiegel“-Interview auch zum Erstarken der Anti-Islam-Bewegung Pegida. Der Finanzminister sieht eine Ursache in der Alterung der deutschen Wohlstandsgesellschaft. „Eine wachsende Zahl der Älteren ist heute mehr oder weniger frei von materiellen Sorgen, und darum machen sich manche eben andere Sorgen“, sagte der CDU-Politiker.

Immer wenn es den Menschen gut gehe, wollten sie festhalten an dem, was ihnen gefalle. „Und sie sind leichter ansprechbar für Populisten, die ihnen versprechen, alles könnte von nun an so bleiben, wie es ist“, sagte Schäuble. Neu erscheine ihm, dass „solche Gruppen viel härter für ihre Interessen kämpfen und sich manchmal dabei auch nicht um demokratische Mehrheitsentscheidungen oder Gerichtsurteile scheren“.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wolfgang Schäuble zu Tsipras: „Die Griechen tun es nicht für uns“"

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  • "Schäuble redet schon wieder Unsinn, die große Mehrzahl der Pegida-Leute sind im berufstätigen Alter, gut gebildet, Steuerzahler und Träger diesr Gesellschaft.

    Schäuble hingegen, sein Leben lang Berufspolitiker hat nur von Steuergeldern gelebt.

    Der Mann kämpft für seine Privilegien bis weit in das Rentenalter."

    Schäuble redet immer Unsinn, er steht seit Jahren unter Psychodrogen (wegen seiner Schmerzen). Die Wahrheit ist ihm fremd.
    Was seine Privilegien betrifft, hat er als ESM-Gouverneur und Landesverräter schon lange ausgesorgt: Er bekommt jährlich seinen Judaslohn in Millionenhöhe auf ein anonymes Nummernkonto überwiesen, an der deutschen Steuer vorbei.
    Es gibt keinen größeren Sozial-Schmarotzer weit und breit.

  • "Gollum mischt sich schon wieder in den GR-Wahlkampf, das sollte mal z.B. FR in D versuchen. Unsere Rumpfarmee stünde in 24 Stunden vor Paris."

    Taj, das ist die Konsequenz des Lügen-Geldes Euro. Die Griechen verplanen ohne uns zu fragen unsere Altersvorsorge in ihrem sozialistischen Schlaraffenland, wo das Geld auf Bäumen wächts und im Gegenzug versucht unsere Schwarze Null einieg gebraten Tauben im Land zu halten. Mit Demokratie hat das alles soviel zu tun wie Stalin mit Menschenliebe aber die Globalisierungsfaschisten glauben in ihrem Anflug von Größenwahn, dass Gleichmacherei Konflikte verhindert und lösen tatsächlich den dritten Weltkrieg aus. Schöne Bescherung! Danke ihr Elitenversager!

  • "Und sollte ich gewinnen, dann bin ich gespannt, ob sie wenigstens ein Mal Wort halten können."

    Diese elitistischen Spinner oder Lügner -wer weiß das schon genau- werden oder mit der Wimper zu zucken, die Altersvorsorge im totalen Finanzkrieg verpulvern und sind darin würdige Erben der totalen Krieger der germanischen Elite von früher. Natürlich haben sie am Ende wieder von nichts gewusst und nichts wissen können, insofern sollten Sie nicht zu viel von Schäuble erwarten, sondern tief, sehr tief stapeln!

    Der Austritt der SNB aus dem Euro ist der Anfang vom Ende der legalen Geldfälscher in der EZB und hoffentlich auch ihrer angelsächsischen Vorbilder im state of the art - Finanzbetrug.

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