Würzburger Ökomon sei zu sehr wachstumsorientiert
Bundesbank will Bofinger nicht in der EZB sehen

Die Deutsche Bundesbank lehnt Bofinger als Chefvolkswirt der EZB ab. Er setze zu sehr auf Wachstum und weniger auf Geldwertstabilität in der EU.

HB BERLIN. Der Würzburger Volkswirt Peter Bofinger ist noch nicht offiziell als künftiger Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen – die Deutsche Bundesbank bringt sich dennoch schon in Stellung und lehnt ab: «Professor Bofinger stimmt nicht mit der stabilitätspolitischen Linie der Europäischen Zentralbank überein», sagte Bundesbank-Vorstand Hans Reckers der «Welt am Sonntag», berichtet das Blatt am Sonnabend vorab. Die Zinspolitik der EZB dürfe nicht «einseitig zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung eingesetzt werden», sagte er.

Die «Financial Times Deutschland» hatte am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, Bofinger sei Schröders Favorit für die Nachfolge von Ottmar Issing, der im Mai kommenden Jahres sein Amt als EZB-Chefvolkswirt aufgibt und in den Ruhestand geht. Regierungssprecher Bela Anda hatte den Bericht zurückgewiesen. Die Bundesregierung führe gegenwärtig keine solche Personaldebatte, sagte er am Freitag in Berlin.

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