Wulffs Versprechen: 400 Fragen, aber keine 400 Antworten

Wulffs Versprechen
400 Fragen, aber keine 400 Antworten

Bundespräsident Wulff versprach in seinem TV-Interview Transparenz und Antworten auf "400 Fragen" - doch diese sollen nun doch nicht veröffentlicht werden. Die Gründe sind juristischer Natur.  
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Berlin„Der im Mandantenauftrag geführte Schriftverkehr zwischen Anwälten und Dritten fällt unter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht“, sagte Lehr dem Berliner „Tagesspiegel“. „Aus diesem Grund sowie aus Gründen der praktischen Handhabbarkeit für alle Beteiligten ist eine zusammenfassende Stellungnahme erfolgt“, sagte der Rechtsanwalt.

In seinem Interview mit ARD und ZDF hatte Wulff dagegen gesagt: „Ich geb' Ihnen gern die 400 Fragen, 400 Antworten.“

Wulffs Anwalt wies erneut die Darstellung der „Bild“-Zeitung zurück, der Präsident habe die Berichterstattung über die Affäre verhindern wollen. Mit seinem Anruf beim Chefredakteur des Blattes habe Wulff lediglich versucht, die Berichterstattung zu verschieben, versicherte Lehr.

Der Anwalt betonte zugleich, es sei die Entscheidung der „Bild“-Zeitung, ob sie die Mailboxnachricht veröffentlichen wolle oder nicht. Bislang hält das Blatt an der Linie fest, ohne Zustimmung des Bundespräsidenten diese Nachricht nicht zu veröffentlichen. Wulff hatte abgelehnt.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wulffs Versprechen: 400 Fragen, aber keine 400 Antworten"

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  • Weil die Fragen teilweise auch so schwachsinnig zu sein scheinen, findet man keine Auflistung dieser Fragen.
    Das würde doch auch einmal interessieren, weil daraus hervorzugehen scheint, wes Geistes Kind die Fragesteller sind! Etwa wie Frau Schausten mit den 150 €uro an ihre Freunde???

  • Ich möchte keinen Bundespräsidenten, der lernen muss, sich anständig zu verhalten. Jeder abhängig Beschäftigte wäre -bei gleicher Sachlage -rausgeschmissen worden. Es hat etwas mit Charakter und Anstand zu tun, seine "Bürger" nicht zu belügen.

    Halbwahrheiten bleiben Halbwahrheiten. Selbst das Versprechen in ARD/ZDF hat er gebrochen. "Morgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet einstellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger, jedes Detail zu den Abläufen sehen (...!!!)" - Auch dieses Versprechen hat er nicht eingelöst.

    Einen Bundespräsidenten, dem man nicht (mehr) glauben kann, entehrt das Amt. Hier muss das Amt vor dem Bundespräsidenten geschützt werden.

    Herr Wulff muss zurücktreten und Platz machen für einen vorbildlichen Kandidaten den das Volk wählen sollte.

  • Ich möchte keinen Bundespräsidenten, der lernen muss, sich anständig zu verhalten. Jeder abhängig Beschäftigte wäre -bei gleicher Sachlage -rausgeschmissen worden. Es hat etwas mit Charakter und Anstand zu tun, seine "Bürger" nicht zu belügen.

    Halbwahrheiten bleiben Halbwahrheiten. Selbst das Versprechen in ARD/ZDF hat er gebrochen. "Morgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet einstellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger, jedes Detail zu den Abläufen sehen (...!!!)" - Auch dieses Versprechen hat er nicht eingelöst.

    Einen Bundespräsidenten, dem man nicht (mehr) glauben kann, entehrt das Amt. Hier muss das Amt vor dem Bundespräsidenten geschützt werden.

    Herr Wulff muss zurücktreten und Platz machen für einen vorbildlichen Kandidaten den das Volk wählen sollte.

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