Wullf abgelöst
McAllister neuer CDU-Chef in Niedersachsen

Nach 14 Jahren wurde Christian Wulff in Niedersachen als Landesvorsitzender der CDU abgelöst. Am Samstag wählten die Delegierten fast einstimmig den 37-Jährigen David McAllister zu seinem Nachfolger.

HB CELLE. Auf dem CDU-Landesparteitag in Celle stimmten am Samstag 375 Delegierte oder 98,9 Prozent für den 37-Jährigen, der auch Vorsitzender der CDU-Fraktion im hannoverschen Landtag ist. Ministerpräsident Christian Wulff kandidierte nach 14 Jahren als Landesvorsitzender nicht wieder für das Parteiamt.

McAllister sprach von einem überwältigenden Ergebnis. Er versicherte, dass Wulff trotz des Wechsels im Landesvorsitz noch viele Jahre Ministerpräsident bleiben werde. „Wir planen weit über das Jahr 2013 hinaus mit Christian Wulff als Ministerpräsident“, sagte er. Der Regierungschef sei der beste Ministerpräsident in Deutschland, und für Niedersachsen gebe es keinen besseren. 2013 wird in Niedersachsen wieder ein neuer Landtag gewählt.

Ministerpräsident Wulff hatte zuvor betont, er sei in Niedersachsen gern neun Jahre CDU-Fraktionsvorsitzender und 14 Jahre Parteivorsitzender gewesen. „Und ich bin begeistert Ministerpräsident für unser Land und so möchte ich das ganze lange Zeit auch bleiben“, sagte auch er. Allerdings habe er auch immer für Erneuerung und gegen Ämterhäufung votiert. „Ich wollte nie dienstältester Landesvorsitzender bleiben“, sagte der 48-jährige Wulff. Stattdessen wolle er „junge Leute ranlassen, bevor sie so alt sind, wie man selbst“.

Mit McAllister werde er gut zusammenarbeiten und „fast doppelt so schnell rudern“, prophezeite Wulff. Der neue Landesvorsitzende werde einen wesentlichen Anteil daran haben, dass die CDU noch Jahrzehnte stärkste Partei in dem Bundesland bleiben werde. Das neue Team werde dem niedersächsischen CDU-Erfolgsgespann aus dem Landesvorsitzenden der 80er Jahre, Wilfried Hasselmann, und dem damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht nacheifern.

Wulff rief die niedersächsische CDU zudem zum verstärkten Kampf gegen die Linkspartei auf. Die Linke dürfe keinen gestaltenden Einfluss auf die Politik in Deutschland bekommen. „Die Linken sind Radikale, Feinde unserer sozialen Marktwirtschaft“, sagte der niedersächsische Ministerpräsident. Politiker der Linken lobten Stasi, Mauer und DDR. Ein solche Geschichtsverfälschung dürfe die CDU nicht zulassen.

Im kommenden Jahr müsse die CDU dafür sorgen, dass Horst Köhler Bundespräsident bleibe. Bei der Europawahl müsse sich die Partei als stärkste Kraft behaupten. Außerdem werde er „dafür kämpfen, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt mit einer bürgerlichen Mehrheit aus CDU/CSU und FDP“, sagte Wulff, der auch stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist.

Die CDU müsse sich wieder stärker für Europa, die soziale Marktwirtschaft, für Leistung und Bildung engagieren. Das sei für ihn „Motivation, mich voll einzubringen zu wollen, an der Seite von Angela Merkel“, versicherte Wulff.

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