Youtube-Fragestunde
Merkel klärt auf - und ermüdet

Per Youtube beantwortet die Kanzlerin drängende Fragen der Bürger. Was dabei herauskommt, gleicht einer Nachhilfestunde in Sachen Politik. Informativ, seriös - und sehr langweilig. Schauen und urteilen Sie selbst.
  • 25

DüsseldorfEigentlich schade. Denn die Idee war grundsätzlich gut. Die Bundesregierung forderte die Deutschen per Youtube-Kanal der Bundesregierung auf, der Kanzlerin Angela Merkel die Fragen in Sachen Politik zu schicken, die sie am meisten beschäftigen. Rund 1.800 Fragen trudelten ein. Die Top Ten will Merkel per Youtube beantworten, das Video mit den ersten vier Statements wurde heute veröffentlich. Und das ist leider ziemlich langweilig.

Es liegt nicht an den Themen, die eingereicht wurden. Auch wenn die zwischendurch mal verwundern mögen. Denn ganz Europa bangt um Italien, Griechenland und Spanien. Die Deutschen aber fragen sich, wie die Meinung der Kanzlerin zum Thema Cannabis-Legalisierung ist und warum es keine Steuererleichterung für Malstifte und Windeln gibt.

Hört sich kurios an, ist es aber gar nicht. Denn was die Bürger beschäftigt, sind innenpolitische Themen. Zum Beispiel fragen sich die User, wie bessere Bildung finanziert werden kann und wie es um eine Regelung für Parteispenden bestellt ist. Eine Chance für die Regierung, Politik bürgernah zu vermitteln und mit den Antworten für sich zu punkten - zumindest auf die Cannabis-Frage könnte die Antwort witzig sein - oder wenigstens originell.

Die Originalität bleibt jedoch aus. Leider auch jede Spritzigkeit. Denn bisher gibt Merkel nur Antworten auf vier der wichtigsten zehn Fragen - und das tut sie, indem sie referiert. So wirkt das Video wie eine Nachhilfestunde in Politik. Informativ und glatt vorgetragen, aber ermüdend.

Montag und Mittwoch geht’s weiter. Dann also wird Merkel auch die anderen Themen angehen. Auf in Runde zwei. Hoffentlich mit mehr Leichtigkeit.

Kommentare zu " Youtube-Fragestunde: Merkel klärt auf - und ermüdet"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ja gerne Vorraussetzung dafür müssen die gleichen sein. Die Zahl der Nichtwähler ist die grösste Gruppe, meien Lohn bestimme ich selber, zahle nicht ein habe ne fette Altersvorsorge , Aufsichtsrat sowieso und kann den Steuerzahler bei vollen Bewustsein an die Wand fahren. Ihr wolltet doch den Euro demokratisch natürlich.

  • Kritik sagt das man was gelesen hat oder gehört und darauf antwortet,klug ist wer darüber nachdenkt,Frau Merkel als Christin handelt nicht mal nach ihrem Glauben und menschlich ,christlich, sozial gleich gar nicht.Frage:In welchem Interesse regiert Sie denn?Antwort:Im Interesse der Reichen.Schon mal darüber nachgedacht.

  • In eins irren sie gewaltig, Die DDR wurde einverleibt, kaschiert schon, dann schauen Sie genau hin die Gelder wurden rübertransferiert, und wieder rübertransferiert. Beim Anschluss hats funktioniert, also übertragen wir es auf die gesamte EU, nichts anderes ist gelaufen, und auch mal in die Grundbücher schauen wer da als Eigentümer drin steht. Der Kadaver wurde ausgeschlachtet und verwertet wie nun Grichenland es hinnehmen soll, Die DDR ler hatten keine Chans leistung die sich lohnt zu erbringen, wie auch in einen Freizeitpark. Treuhand da leuchten sie mal rein. Sacsenring Gebrüder Rittinghaus nur ein kleines Beispiel Chemiebude Leuna. und so weiter und so fort. rst das Fressen dann die moral.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%