Zahlen der Bundesregierung
Noch fehlen 175 000 Ausbildungsplätze

Ein Jahr nach Abschluss des Ausbildungspakts zwischen Bundesregierung in Wirtschaft beklagt Bundesbildungsminister Edelgard Bulmahn (SPD) das Fehlen von 175 000 Lehrstellen.

HB BERLIN. "Wir haben immer noch über 70 % von Unternehmen, die nicht ausbilden", sagte Bulmahn am Mittwoch. Speziell Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern seien in der Verantwortung: "Diese Unternehmen können ausbilden, die müssen ausbilden."

Bulmahn will am heutigen Mittwoch gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und den Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, eine Zwischenbilanz des Ausbildungspaktes ziehen.

In der Vereinbarung vom 16. Juni 2004 hatte sich die Wirtschaft verpflichtet, drei Jahre lang jährlich 30 000 neue Lehrstellen zu schaffen und 25 000 Plätze für betriebliche Einstiegsqualifizierungen zur Verfügung zu stellen. Damit vermied die Wirtschaft eine Abgabe für solche Unternehmen, die nicht ausbilden.

Im Bereich der Industrie- und Handelskammern (IHK) ist die Zahl der Lehrstellen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres leicht gestiegen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) registrierte der DIHK bei seinen Mitgliedsunternehmen bis Ende Mai 117 860 neue Verträge - 1600 oder 1,4 Prozent mehr als zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr. Damit lägen die Industrie- und Handelskammern bei der Pakterfüllung voll im Plan.

Anders als der DIHK wird der ZDH am Mittwoch keine Zahlen bekannt geben. "Bei uns gibt es noch keine Zahlen, die eine Richtung angeben", sagte ein Sprecher. Der ZDH rechnet für dieses Jahre mit einem Verlust von 100 000 Arbeitsplätzen im Handwerk, was bei einer gleich bleibenden Ausbildungsquote von 10 % einem Verlust von etwa 10 000 Lehrstellen entsprechen würde.

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