Zahlungen an Opfer des „La Belle“-Attentats eingegangen
Am 15. Oktober trifft sich Schröder mit Gaddafi

Als erster deutscher Regierungschef wird Bundeskanzler Gerhard Schröder am 15. Oktober Libyen besuchen. In Libyens Haupstadt Tripolis ist ein Treffen mit Staatschef Muammar el Gaddafi vorgesehen, teilte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag in Berlin mit.

HB BERLIN. Die offizielle Bekanntgabe der Libyen-Reise erfolgte unmittelbar, nachdem die erste Zahlung für die Opfer des „La Belle“-Attentats auf einem deutschen Treuhandkonto eingegangen war. Libyen hatte sich bereit erklärt, insgesamt rund 29 Millionen Euro als Entschädigung für die 168 deutschen Opfer des Anschlags auf die Berliner Discothek „La Belle“ von 1986 zu zahlen.

Der Kanzler wird von rund 20 Spitzenmanagern begleitet. Die deutsche Wirtschaft erhofft sich eine Reihe von Großaufträgen aus dem nordafrikanischen Land nach der eingeleiteten politischen und wirtschaftlichen Öffnung. Libyen gehört zu den wichtigsten deutschen Öllieferanten.

Von Tripolis aus wird Schröder am 16. Oktober zu Gesprächen mit der algerischen Führung nach Algier weiterfliegen. Auch dabei stehen Wirtschaftsfragen im Vordergrund.

Vor der Reise nach Libyen nimmt Schröder am Treffen von 15 Mitte- Links-Staats- und Regierungschefs in Budapest teil. Es ist das insgesamt sechste Treffen der Konferenz über „modernes Regieren“ und das erste in einem früheren kommunistischen Land. Zu den Teilnehmern gehören die Regierungschefs von Großbritannien, Spanien, Schweden, Südkorea und Kanada sowie die Präsidenten von Südafrika, Argentinien und Chile.

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