Zahlungsmoral verschlechtert sich
Deutsche gehen schlechter mit ihrem Geld um

Die Zahlungsmoral der Deutschen hat sich nach Angaben der Schufa verschlechtert. Von 2002 bis 2003 sei die Zahl der Personen mit neu gemeldeten „Zahlungsstörungen“ um durchschnittlich 19 Prozent gestiegen, teilte das Kredit-Auskunftsunternehmen in seinem Schulden-Kompass 2004 mit.

HB FRANKFURT. Dabei sei die Zahl offener, ausreichend gemahnter und unbestrittener Forderungen deutlich stärker gestiegen als etwa die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung oder das Eröffnen eines Privatinsolvenzverfahrens. Schufa-Vorstandschef Rainer Neumann wies aber darauf hin, dass mit weniger als 2,5 Prozent die Ausfallquote für Konsumentenkredite nach wie vor gering sei. Zahlungs- und Kreditausfälle gebe es vor allem bei Jüngeren, bei denen sich auf Grund einer stärkeren Konsumorientierung eine tendenziell höhere Schuldneigung beobachten lasse.

Die Zahl der bei der Schufa gespeicherten Personen stieg in dem Zeitraum um rund fünf Prozent auf rund 62 Millionen. Vor allem aus der Telekom-Branche seien deutlich mehr erstmalige Vorkommnisse gemeldet worden, wobei der Anteil der 20- bis 24-jährigen besonders hoch sei. Allerdings habe insbesondere die Mobilfunkbranche im gleichen Zeitraum mit einem Zuwachs von rund zehn Prozent auf 65 Millionen auch deutlich mehr Kunden gehabt.

61,5 Prozent der Deutschen Haushalte haben nach Daten der Schufa keine Kreditbelastungen und die Mehrheit plant auch künftig keine Schuldenaufnahme. 66 Prozent würden einen Kredit für Kauf oder Sanierung einer Immobilie aufnehmen, 21,5 Prozent für den Kauf eines Autos oder eines Motorrades. Eher nachrangig erscheinen der Kauf einer Wohnungseinrichtung (5,6 Prozent) oder der Schritt in die Selbstständigkeit (1,9 Prozent). Im Westen liegt die Höhe neu aufgenommener Konsumentenkredite im Schnitt bei 8533 Euro, im Osten bei 7129 Euro.

www.schulden-kompass.de

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