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ZDF will Rundfunkbeitrag prüfen: Kommunen erringen Erfolg im GEZ-Streit

Der GEZ-Gipfel in Berlin hat sich für die Kommunen gelohnt. Das ZDF räumte ein, dass der neue Gebührenbeitrag zu Mehrbelastungen führen kann und will das Konstrukt schneller überprüfen lassen als geplant.

Anmeldeformular der Gebühreneinzugszentrale GEZ (Foto vom 04.05.2010). Quelle: dpa
Anmeldeformular der Gebühreneinzugszentrale GEZ (Foto vom 04.05.2010). Quelle: dpa

BerlinEigentlich sollten die finanziellen Auswirkungen der neuen Rundfunkgebühr erst 2014 überprüft werden. Doch der gewaltige Widerstand von Unternehmen und Kommunen hat ARD und ZDF aufgerüttelt. „Die Vertreter des ZDF nehmen die Sorgen der Kommunen hinsichtlich des zu zahlenden Rundfunkbeitrages sehr ernst und sind bereit, in dieser Angelegenheit auf die Staatskanzleien der Länder zuzugehen“, teilte die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände nach einem Gespräch mit dem ZDF-Intendanten Thomas Bellut und seinem Stellvertreter Hans Joachim Suchan am heutigen Freitag in Berlin mit.

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Bellut und Suchan würden „bei den Staatskanzleien anregen, den Zeitpunkt der vorgesehenen Evaluation des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags zu überprüfen, sobald von allen Seiten valides Zahlenmaterial vorliegt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Entsprechende Angaben zur Bemessungsgrundlage und Beitragsbelastung bei den Städten, Kreisen und Gemeinden würden die kommunalen Spitzenverbände liefern.

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Mit diesem Ergebnis erringen die Kommunen einen Teilerfolg im Konflikt um die neue GEZ-Gebühr. Zu verdanken haben sie diesen wohl auch dem Gebührenboykott durch die Stadt Köln, die die neuen Gebühren vorerst nicht mehr zahlen wollte. Daraufhin ging der WDR auf die Stadtverwaltung zu. Köln zahlt nunmehr dasselbe wie 2012 – bis die Unklarheiten zu den neuen Belastungen ausgeräumt sind.

Der neue Rundfunkbeitrag gilt seit Anfang des Jahres. Bei Unternehmen und Kommunen richtet sich die Höhe des Beitrags neuerdings nach der Zahl der Betriebsstätten, der Beschäftigten und der betrieblich genutzten Fahrzeuge.

Deutschlands größte TV-Sender

  • Platz 10

    Super RTL - 2,2 Prozent Marktanteil (Stand: 2011)

    Quelle: AGF/GfK Fernsehforschung

  • Platz 9

    RTL II - 3,6 Prozent Marktanteil

  • Platz 8

    Kabel Eins - 4 Prozent Marktanteil

  • Platz 7

    Vox - 5,6 Prozent Marktanteil

  • Platz 6

    ProSieben - 6,2 Prozent Marktanteil

  • Platz 5

    Sat. 1 - 10,1 Prozent Marktanteil

  • Platz 4

    ZDF - 12,1 Prozent Marktanteil

  • Platz 3

    ARD - 12,4 Prozent Marktanteil

  • Platz 2

    Dritte Programme - 12,5 Prozent Marktanteil

  • Platz 1

    RTL - 14,1 Prozent Marktanteil

Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten angesichts des breiten Protests erklärt, dass sie die Bedenken ernstnähmen. Einige Städte und Kommunen würden über erhöhte Beitragssätze und einen Mehraufwand in der Verwaltung klagen. SWR-Justitiar Hermann Eicher nannte es aus Sicht der Sender nachvollziehbar, dass ein erhöhter Arbeitsaufwand entstehe. Die Sender würden in solchen Fällen "gerne mit Rat, auf Wunsch aber auch mit tatkräftiger Hilfe bei den Ämtern vor Ort" unterstützen. Das Angebot überzeugte allerdings nicht. Besser klang da schon das, was der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor diese Woche sagte. Er stellte „in einzelnen Fällen“ Nachbesserungen in Aussicht.

Heinze, Emig, Kiewel und Co. Die Skandale der Öffentlich-Rechtlichen

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  • 14.02.2013, 22:26 UhrLesowski

    Die "öffentlich rechtlichen Sender"
    dürfen selbst bestimmen,

    wieviel Gebühren das gesamte Bundesgebiet
    aufzubringen hat.

    Verrückter geht es eigentlich nicht mehr.

    Man sollte den umgekehrten Weg betrachten:

    a) wieviel möchte das Bundesgebiet dafür ausgeben
    b) das so ermittelte Geld kann unter den öffentlichen aufgegeitelt werden

    Und nicht anders.

  • 08.02.2013, 19:25 Uhrgerhard

    Die Sender würden in solchen Fällen "gerne mit Rat, auf Wunsch aber auch mit tatkräftiger Hilfe bei den Ämtern vor Ort" unterstützen. Das Angebot überzeugte allerdings nicht. Besser klang da schon das, was der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor diese Woche sagte. Er stellte „in einzelnen Fällen“ Nachbesserungen in Aussicht.
    Was soll diese Kunkelei- hier müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Dieser sich wie ein wild gebärender „Staatsrundfunk mit eigener Zwangseintreibung von Steuern sind schnell „die Fingernägel auf Maß“ zu beschneiden, das heißt , hier ist nur der Gesetzgeber gefragt, um eine verfassungskonforme Regelung vorzuschreiben. Was soll das, „Nachbesserungen in Aussicht, die Sender werden gerne mit Rat auf Wunsch tatkräftige Hilfe leisten“ usw? Hier ist also der Gesetzgeber bzw. das Bundesverfassungsgericht gefragt, um die Gewaltenteilung einer Demokratie wieder herzustellen.

  • 08.02.2013, 18:39 UhrGandhi

    Wir werden doch vorgeführt wie es schlimmer nicht geht!! ARD und ZDF sollten endlich auch offiziell zusammengelegt werden, im Frühstücksfernsehen und bei einigen intern. Sportereignissen tun sie es ja auch.... und sparen Kosten dadurch.
    Und wo bleiben wir ???

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