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07.10.2007 
Zahl der Lehrstellen wächst um fast neun Prozent

ZDH und DIHK melden Ausbildungsrekord

von Peter Thelen

Auch Dank der guten Konjunktur haben in diesem Jahr deutlich mehr Jugendliche einen Ausbildungsplatz gefunden als 2006. Nach Informationen des Handelsblatts wuchs die Zahl der Lehrstellen bis zum Ende des Ausbildungsjahres um fast ein Zehntel. Die Handwerkskammern zählten 12 000 oder 8,3 Prozent mehr Lehrstellen. Bei den Industrie- und Handelskammern lag das Plus bei neun Prozent.

Lehrlinge bei der praktischen Ausbildung. Die Zahl der Angebote für die Jugendlichen steigt. Foto: dpaLupe

Lehrlinge bei der praktischen Ausbildung. Die Zahl der Angebote für die Jugendlichen steigt. Foto: dpa

BERLIN. „Hält die positive Entwicklung an, rechne ich bis zum Jahresende mit fast 180 000 neue abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Handwerk. Damit hätten wir bei den Neuabschlüssen wieder das Niveau von 2001 erreicht,“ sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler dem Handelsblatt. Im vergangenen Jahr hatte das Plus bei gerade mal 0,3 Prozent gelegen.

Besonders erfreulich sei der Zuwachs an betrieblichen Ausbildungsplätzen, sagte Kentzler. Hier gab es bundesweit ein Plus von 8,2 Prozent, davon 7,9 Prozent in West- und 9,8 Prozent in Ostdeutschland. Als Grund nannte Kentzler die deutlich bessere Konjunktur. „Die Betriebe planen nach jahrelanger Durststrecke wieder ein Wachstum für die Zukunft mit ein. Sie suchen Auszubildende, um den kommenden Fachkräftebedarf zu decken.“ Vor allem die Gewerkschaften kritisieren seit Jahren die zu geringen Ausbildungsanstrengungen der Betriebe.

Viele Handwerksbetriebe suchen händeringend nach Auszubildenden. Den Daten des ZDH zufolge gibt es derzeit noch in allen Handwerkskammerbezirken unbesetzte Ausbildungsplätze. „Ich fürchte,“ sagte Kentzler, „die Chancen im Handwerk werden von vielen Eltern und Jugendlichen verkannt.“ Dabei sei der Gesellenbrief im Handwerk die beste Rückversicherung gegen Arbeitslosigkeit – „und eine Basis für den Aufstieg bis hin zum Meister und Unternehmer.“ Eine Ausbildung im Handwerk biete auch Kindern eine Chance, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen. „Junge Leute mir Rückgrat, dem Willen zur Ausbildung und zu Leistung werden gesucht,“ sagte Kentzler. Herkunft und Nationalität seien da egal.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wo die Probleme der Bewerber liegen

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