0 Bewertungen
07.10.2007 

Allerdings stellten ZDH und DIHK auch in diesem Jahr fest, dass viele Schulabgänger nur unzureichend für eine Berufsausbildung qualifiziert sind. Jeder zehnte Schüler verlasse die Schule ohne einen Schulabschluss. Ein Viertel verfüge nicht über ausreichende Kenntnisse im Rechnen und Schreiben. Das Handwerk hat deshalb eine „nationale Bildungsinitiative“ vorgeschlagen und fordert ein verpflichtendes Vorschulalter und einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige.

Auch mit den neuen, auf zwei Jahre Ausbildung angelegten Berufen, versucht die Wirtschaft den Defiziten Rechnung zu tragen. Sie erfreuen sich nach einer neuen Studie des DIHK wachsender Beliebtheit. Gegenüber 2006 stieg die Zahl der Lehrverträge in diesen vor allem für praktisch begabte Jugendliche interessanten Berufsbildern um 20 Prozent. Insgesamt wurden 22 000 Verträge abgeschlossen. Besonders nachgefragt wurden die Berufe Maschinen- und Anlagenfahrer, Servicefachkraft für Dialogmarketing und Fachlagerist oder Verkäufer.

Attraktiv sind kürzere Ausbildungsberufe nicht nur deshalb, weil sie schneller zum Abschluss führen. In vielen Fällen können die Jugendlichen nach dem ersten Abschluss eine weitere Ausbildung beginnen, die in der Regel nach einem weiteren Jahr – ohne Zeitverlust – zu einem zweiten Berufsabschluss führt. Für die Unternehmen sind sie interessant, weil sie sich statt für drei nur für zwei Jahre an einen Lehrling binden müssen. Der DIHK fordert daher von der Bundesregierung, weitere zweijährige Berufe zuzulassen.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück vor
  • Steinmeiers Freunde und F...

    Steinmeiers Freunde und Feinde

    Alles läuft auf ihn zu: Frank-Walter Steinmeier könnte die SPD bei der Wahl 2009 anführen. Doch nicht alle führenden Genossen sind ihm wohl gesonnen. Wie jeder Politiker hat auch Steinmeier parteiinterne Gegner und Unterstützer. Seine Freunde und Feinde im Überblick. Bildergalerie 

  • „Datendieben den Garaus m...

    „Datendieben den Garaus machen“

    Auf einem Gipfeltreffen, das heute in Berlin stattfindet, suchen die Bundesregierung und Verbraucherverbände Wege, den illegalen Handel mit Kundendaten einzudämmen. Unternehmen fürchten das Verbot und warnen vor zu viel Regulierung. Einen Kompromiss zu finden könnte sc...Bildergalerie 

  • McCain begeistert die Rep...

    McCain begeistert die Republikaner

    Hurrikan Gustav und eine Schwangerschaft wirbelten den Parteitag der Republikaner durcheinander. Doch Vizekandidatin Palin begeisterte trotz des Familien-Skandals. Das Parteitreffen rundete dann John McCain mit einer umjubelten Rede ab.Bildergalerie 

  • Krönung und Konfetti

    Krönung und Konfetti

    Der Parteitag der Demokraten ist im vollen Gang. Die Show in Denver soll Begeisterung und Siegesgewissheit vermitteln. Es geht darum, die Herzen der Amerikaner zu gewinnen. Bildergalerie 

 

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Mac bleibt Mac - aber reicht das?  Artikel in Merkliste

05.09.2008, 09:13 Uhr von Georg Watzlawek

John McCain ist sich bei seiner Abschlussrede auf dem Parteitag der Republikaner treu geblieben. Auf direkte Angriffe auf seinen Konkurrenten Barack Obama verzichtet er. Allerdings auch auf jeden konkreten Verweis, wie er seine Lebenserfahrung zum Wohle der Amerikaner im Inneren einsetzen will. Kommentar