Zei Modelle für Nachfolgelösung
Schröder scheitert mit Lösung für BA-Krise

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist mit dem Versuch gescheitert, den Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) neu zu besetzen und damit die Führungskrise in der Behörde zu beenden. Nach Informationen des Handelsblatts wollte Schröder, dass Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt, DGB-Chef Michael Sommer und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement in das Präsidium des BA-Kontrollorgans einziehen.

BERLIN. Diesen Vorschlag hat Schröder am Montagabend Hundt und Sommer im Beisein Clements unterbreitet. Hundt hat nach Informationen des Handelsblatts am Mittwoch diesen Vorschlag abgelehnt. Sommer dagegen wäre unter Bedingungen bereit gewesen, Schröders Plan mitzutragen.

Er forderte zum einen, dass auch Clement in das Gremium einziehe, zum anderen müsse die stellvertretende DGB-Vorsitzende, Ursula Engelen-Kefer, derzeit Vorsitzende des BA-Verwaltungsrats, in dem Gremium verbleiben.

Damit wollte der DGB jede Spekulation vermeiden, dass der Verwaltungsrat unter Engelen-Kefer sich bisher nicht korrekt verhalten habe. Bei dem Spitzengespräch am Montagabend wurde auch über die Gerster-Nachfolge gesprochen. Dabei sollen zwei Modelle für die Nachfolgelösung an der BA-Spitze diskutiert worden sein. Das eine Modell sieht den derzeitigen Interimschef der BA, Frank-Jürgen Weise, auf Dauer im Amt des Vorsitzenden.

Alternativ wurde eine Neubesetzung mit einer bekannten Persönlichkeit diskutiert. Sprecher des DGB und des Arbeitgeberspitzenverbandes BDA nannten gestern Abend die Pläne zur Neubesetzung des Verwaltungsrats eine reine Spekulation. Die Bundesregierung wollte dazu nicht Stellung nehmen. Aus Kreisen des Verwaltungsrats hieß es, es sei noch immer unklar, ob bei der Sitzung am morgigen Freitag ein Nachfolger für Gerster vorgeschlagen werden könne.

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